russische "Schatzsucher"

Wie schon gesagt "Off Topic"
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russische "Schatzsucher"

Beitrag von Zocker » 28.11.2008, 15:48

tach leute,

ich hab bei YouTube einige interessante videos über russische "schatzsucher" gefunden die nach relikten des letzten weltkrieges suchen. es ist schon faszinierend was die alles ausbuddeln. das fängt bei mg- munition an und hört bei soldatengräbern wieder auf. sogar ne vollständige FW-190 haben die gefunden!

mann sollte vieleicht dazu sagen das diese herrschaften nicht gerade zimperlich mit den gefallenen soldaten umgehen, anders gesagt ziemlich respektlos!!! :evil:

aber schaut selbst.

http://www.youtube.com/watch?v=bo2eQC3t ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=izr1pGse ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=w_lUnusv ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=NUwF2FRQ ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=-9pcsOJe ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=ydxZ3ivw ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=qBYTDchf ... re=related


Gruß Zocker


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Beitrag von Roy » 28.11.2008, 18:26

Ich könnt jetzt sagen, nen Toter kann mit seiner FW-190 auch nix mehr anfangen, aber das lass ich mal lieber :>.

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Beitrag von Zocker » 28.11.2008, 22:34

lol Roy..... den kommentar hättest du dir auch sparen können^^ :roll:

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Beitrag von Roy » 29.11.2008, 11:54

Die Armut in Russland ist stellenweise sehr extrem. Wenn das einer macht, um über die Runden zu kommen, kann ich das verstehen.

Die Leute, die das auf youtube stellen, machen das aber wohl eher aus 'coolness', und naja, ich glaube, das braucht man wirklich nicht zu kommentieren :P

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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Don Manfredo » 08.12.2009, 00:58

scheiß leichenfledderer....ekelhaft!


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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Oberfw. Schrödinger » 08.12.2009, 18:08

Ich betrachte das Ganze eher mit gespaltener Meinung.

Gräber sollten meiner Meinung nach unangetastet bleiben! Wenn man mal aus Zufall auf eines stöst, ist dagegen nichts zu sagen, wenn man es unangetastet wieder zuschüttet, doch wenn die Verblichenen dann auch noch geplündert werden, stößt das bei mir ebenfalls nur auf wenig Gegenliebe. :ccc5

Aber ansonsten ist das Ausbuddeln von alten Flugzeugwracks oder anderem Kriegsgerät nicht schlimm, wie ich finde. Wäre zu gespannt, was hier auf deutschem Boden noch so alles ans Tageslicht kommen würde, wenn nicht jeder Quadratmilimeter bereits irgendjemandem gehören würde, und der gleich Stunk machen muss.
Ich hatte als kleines Kind auch mal Teile eines alten Flugzeuges gefunden, als ich im Wald einer nahegelegenen kleinen Stadt gegraben hatte, doch so ein blöder Bauer, der den Wald wohl für sich gepachtet hatte, hat mich verjagt. Jahre später fand ich dann herraus, dass es sich bei der Kleinstadt wohl um ein ehemaliges Munitionsdepot mit umfangreicherer Eisenbahnverbindung handelte, und dort einige aliierte Flugzeuge abgeschossen wurden.
Ich verfluche diesen greinenden Bauern! :yyy3
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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von -gehtnix- » 09.12.2009, 09:24

Ich hatte als kleines Kind auch mal Teile eines alten Flugzeuges gefunden, als ich im Wald einer nahegelegenen kleinen Stadt gegraben hatte, doch so ein blöder Bauer, der den Wald wohl für sich gepachtet hatte, hat mich verjagt. Jahre später fand ich dann herraus, dass es sich bei der Kleinstadt wohl um ein ehemaliges Munitionsdepot mit umfangreicherer Eisenbahnverbindung handelte, und dort einige aliierte Flugzeuge abgeschossen wurden.
Im Extremfall hat dir der Bauer durch sein eingreifen die Gliedmaßen oder gar das Leben erhalten, je nachdem wie du beim graben vorgegangen bist und was (in welchem Zustand) zu "finden" wäre ...

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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Oberfw. Schrödinger » 09.12.2009, 20:07

Du meinst warscheinlich eine bombige Überraschung? military4

Da hast du warscheinlich sogar recht, denn in meinem Eifer ging ich mit meiner kleinen, gelben Gusseisen-Schaufel nicht gerade zimperlich vor.
Warscheinlich wäre ich auch früher oder später auf eine Bombe gestoßen, denn jeder aus meiner Familie hat den Sensenmann schonmal irgendwie ins Gesicht gespuckt! military10

Wäre nur schön gewesen, wenn mein Schutz in seinen Augen das Wichtigste gewesen wäre und nicht die Gelegenheit, drei Monate später auf dem Titelblatt unserer Regionalzeitung und auf dem Sockel des Ausstellungsstückes im Museum zu stehen, wie er als Finder für das Wrack einer B-25 deklariert wid, ohne mich auch nur einmal erwähnt zu haben.



Edit:
Das ist Räuberei, wenn ihr mich fragt! Bild
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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Schlavmutz » 09.12.2009, 20:29

Zocker hat geschrieben:tach leute,

ich hab bei YouTube einige interessante videos über russische "schatzsucher" gefunden die nach relikten des letzten weltkrieges suchen. es ist schon faszinierend was die alles ausbuddeln. das fängt bei mg- munition an und hört bei soldatengräbern wieder auf. sogar ne vollständige FW-190 haben die gefunden!

mann sollte vieleicht dazu sagen das diese herrschaften nicht gerade zimperlich mit den gefallenen soldaten umgehen, anders gesagt ziemlich respektlos!!! :evil:

..........

Gruß Zocker
Also ich finde das überhaupt nicht faszinierend! Das ist in meinen Augen nichts anderes als Störung der Totenruhe. Durch solche depperten "schatzsucher" wird zudem oft die letzte Möglichkeit, einen gefallenen Soldaten noch identifizieren zu können, unwiderbringlich zerstört. Dass diese "Deppen" die Gräber auch noch plündern und die Fundstücke (einschließlich der Erkennungsmarken) teuer verhökern können, daran sind natürlich auch diejenigen Sammler schuld, die solche Stücke erwerben wollen und so einen Markt schaffen.
Wer einmal mit der Suche nach Kriegsgräbern zun hatte, weiß wovon ich rede. Ich unterstütze lieber mit einer Spende den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. als dass ich durch den Kauf der Fundstücke mithelfe weitere Gräber zu schänden. :yyy6
SO, DAS MUSSTE MAL GESAGT WERDEN!!!

Grüß euch
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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Packard » 10.12.2009, 16:36

Und über Tut-Ench-Amun und seine Kollegen sachste nix?

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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Schlavmutz » 10.12.2009, 20:13

Genau auf eine solche Antwort habe ich jetzt noch gewartet. :evil: Kannst Du Dir vorstellen, dass es noch Angehörige gibt, die endlich Gewißheit haben wollen, wo ihr Mann, Vater, Bruder liegt. Sie wollen Abschied nehmen, auch deshalb, weil sie selbst schon hochbetagt sind und ihnen die Zeit davon läuft. Ich habe das schon mehrfach in der näheren Verwandschaft erleben müssen. Es ist einfach auch eine Frage des Respekts vor den Gefallenen, die gewaltsam aus ihrem -oft jungen- Leben gerissen wurden.
Einfach mal nachdenken!
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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Oberfw. Schrödinger » 10.12.2009, 22:07

Ich würde vorschlagen, wir entspannen uns erstmal wieder und heben alle gemeinsam ein Glas Gerstensaft! Bild

Natürlich bin ich auch für Exhumierungen, wenn es der Identifikation und historischen Archivierung der Gefallenen dient, solange die Toten mit der entsprechenden Würdigung und Umsicht behandelt werden. (So wie es bei den wissenschaftlichen Ausgrabungen bei Tut-Ench-Amun der Fall war und bei den YouTube-Videos offensichtlich nicht)

Auch, wenn man unbewusst nach einem Gefallenen gräbt, weil man vielleicht nur das Wrack eines Flugzeugs ausbuddeln will... da habe ich auch nichts gegen, solange man verantwortungsvoll mit seinem Fund umgeht... (Der Mensch ist nunmal eines der neugierigsten Geschöpfe auf dieser Welt)

Doch beabsichtigte Fledderei, um sich zu bereichern, finde ich auch pietätlos und ist meiner Meinung nach, vollkommen gerechtfertigt strafbar! (Zumindest hier in Deutschland)



Nichts für Ungut, aber Tut-Ench-Amun und tote Soldaten aus dem 2. Weltkrieg sind zwei grundverschiedene Kategorien. military10
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Re: russische "Schatzsucher"

Beitrag von Schlavmutz » 11.12.2009, 20:23

Oberfw. Schrödinger hat geschrieben:Ich würde vorschlagen, wir entspannen uns erstmal wieder und heben alle gemeinsam ein Glas Gerstensaft! Bild
...
Klar, na denn Prost (auf die Toten, mögen sie in Frieden ruhen).
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