Die Schlacht von Camerone

Hier wird über Kriegskonflikte, Schlachten und Waffen der Neuzeit diskutiert.
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Ralf 207
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Die Schlacht von Camerone

Beitrag von Ralf 207 » 03.11.2004, 16:44

Die Schlacht von Camerone


Puebla wurde von der französischen Armee belagert.
Die Legion hatte den Befehl, im Umkreis von 120 Kilometern den Verkehr und die Sicherheit der Transporte zu gewährleisten.
Der befehlshabende Offizier, Colonel Jeanningros, erfuhr am 29. April 1863, dass ein französischer Militärkonvoi mit 3 Millionen Francs Bargeld, Waffen und Munition auf dem Weg nach Puebla war. Capitaine Danjou, sein Stellvertreter, entschied, vor dem Konvoi eine Kompanie als Vorhut loszuschicken um die Lage zu erkunden. Dafür wurde die 3. Kompanie des Fremdenregiments ausgesucht, jedoch standen keine Offiziere zur Verfügung. Capitaine Danjou übernahm selbst das Kommando und die sous-lieutenants Maudet, seines Zeichens auch Fahnenträger, sowie Zahlmeister Vilain schlossen sich ihm freiwillig an.
Die Kompanie brach am 30.April um ein Uhr morgens mit einer Stärke von 3 Offizieren sowie 62 Mann auf. Sie hatten ungefähr 20 Kilometer zurückgelegt, als sie gegen sieben Uhr morgens in Palo-Verde Rast machten um Kaffee zu kochen. In diesem Moment griff der Feind an und das Gefecht war kurz darauf in vollem Gange. Capitaine Danjou ging mit seiner Kompanie in Verteidigungsstellung und zog sich kämpfend zurück. Mehrere Kavallerieangriffe wurden erfolgreich zurückgeschlagen und die Legionäre fügten dem Feind erste starke Verluste zu. Auf Höhe der Herberge von Camerone, einem weitläufigen Gebäude mit etwa drei Meter hohen Mauern und einem grosszügigen Innenhof angekommen, entschied Capitaine Danjou, sich in der Hazienda zu verschanzen und den Feind zu beschäftigen, um einen Angriff auf den nachfolgenden Transport so lange wie möglich hinauszuzögern.

Während die Legionäre eiligst ihre weitere Verteidigung in der Hazienda organisierten, forderte der mexikanische Offizier Capitaine Danjou mit dem Hinweis auf die grosse Überlegenheit auf, sich zu ergeben. Dieser lies jedoch mitteilen: "Wir haben noch Munition und wir ergeben uns nicht"! Anschliessend hob er die rechte Hand und schwor, sich bis zu seinem Tod zu verteidigen. Ebenso nahm er seinen Männern den gleichen Schwur ab.
Es war zehn Uhr morgens.
Bis sechs Uhr abends trotzten diese sechzig Männer, die seit dem Morgengrauen weder etwas gegessen noch getrunken hatten, der extremen Hitze, dem Hunger und dem Durst. Sie verteidigten sich gegen 2000 Mexikaner: 800 Berittenen sowie 1200 Infanteristen.
Gegen Mittag wurde Capitaine Danjou durch einen Bauchschuss getötet.
Um zwei Uhr fiel sous-lieutenant Vilain. Dann entschloss sich der mexikanische Colonel, Feuer in der Hazienda zu legen. Die Hitze und der Rauch verschlimmerten ihre Lage noch, doch die Legionäre hielten immer noch stand. Die meisten von ihnen waren verwundet.
Um fünf Uhr nachmittags hatte sous-lieutenant Maudet noch ein Dutzend kampffähiger Männer an seiner Seite. Der mexikanische Colonel sammelte seine Soldaten um sich um sie zu fragen, ob sie sich nicht schämten, mit dieser Handvoll Männer (ein Legionär, der Spanisch verstand, übersetzte dies seinen Kameraden) nicht fertig zu werden. Die Mexikaner waren zum Sturm auf die Hazienda über die Breschen, die sie im Laufe des Tages geschlagen hatten, bereit, jedoch forderte Colonel Milan sous-lieutenant Maudet noch einmal auf, sich zu ergeben. Dieser wies mit Verachtung zurück.

Der letzte Sturmangriff begann. Bald blieben Maudet nur noch fünf Männer übrig: Caporal Maine sowie die Legionäre Catteau, Wensel, Constantin und Leonhard. Jeder hatte noch eine einzige Patrone. Sie pflanzten das Bajonett auf und zogen sich -Rücken zur Wand- in einen hinteren Winkel der Hazienda zurück. Auf Kommando stürzten sie sich auf die anstürmenden Mexikaner. Sous-lieutenant Maudet und zwei Legionäre sanken tödlich getroffen zu Boden. Maine und seine beiden verbleibenden Kameraden wären massakriert worden, jedoch stürzte ihnen ein mexikanischer Offizier entgegen und rief: "Ergebt euch"! Noch immer mit vorgestrecktem Bajonett antwortete einer: "Wir ergeben uns nur, wenn ihr uns versprecht, dass wir uns um unsere Verwundeten kümmern können und dass wir unser Waffen behalten können".
Der Offizier erwiderte: "Männern wie euch kann man nichts abschlagen".

Die sechzig Männer des capitaine Danjou haben ihren Schwur gehalten. Elf Stunden haben sie 2000 Feinden standgehalten, haben 300 getötet und ebensoviele verwundet. Sie haben sich geopfert, dadurch konnte der Transport sicher an sein Ziel gelangen. Sie haben den Auftrag, der ihnen anvertraut wurde, erfüllt.


Kaiser Napoleon der III. hat angeordnet, dass der Name"CAMERONE" auf die Fahne des Fremdenregimentes geschrieben wird und dass die Namen von Danjou, Vilain und Maudet mit Goldbuchstaben in die Wände des Invalidendomes in Paris gemeisselt werden. Am Ort der Schlacht in Camerone in Mexico wurde 1892 ein Denkmal errichtet. Es trägt die Inschrift:

Hier standen weniger als 60 Mann gegen eine ganze Armee. Deren Masse hat sie erdrückt.
Bevor sie jedoch ihren Mut verloren, haben diese französischen Soldaten am 30. April 1863 ihr Leben gegeben.
Zum Andenken an sie hat das Vaterland dieses Denkmal errichtet.
Im Tode kann man keine irdischen Güter mit in das Jenseits nehmen; Es macht keinen Sinn, grenzenlos Besitz anzuhäufen.


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Beitrag von Sniper » 04.11.2004, 10:43

große tat...

KEINE WORTE!
bitte nicht bei der Arbeit stören
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Danke...

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Beitrag von Sniper » 05.11.2004, 10:24

hab neulich einen laaaaaaangen bericht über diese schlacht gelesen...
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Von 65 Legionären waren zwei Offiziere und 22 Mann gefallen. Ein Offizier und 8 Mann starben schwer verwundet noch wenig später in Camerone und 19 weitere erlagen in der Gefangenschaft ihren schweren Wunden. Zwölf weitere wurden gefangengenommen und kehrten später in ihre Heimat zurück, doch auch sie waren schwer verwundet.
Die Mexikaner verloren von insgesamt 2.000 Mann ganze 500 Mann. Daraufhin ließ Napoleon III. auf den Fahnen des 1.RE den Ehrennamen "Camerone 1863" anbringen. 1892 wurde ein Denkmal auf dem Schlachtgelände errichtet.
Die Legion feiert an jedem Jahrestag in jedem Standort in der ganzen Welt diese Schlacht als den Camerone-Tag und den Legionären wird dieses Ereignis von ihrem kommandierenden Offizier vorgelesen. In Aubange, dem Hauptquartier der Legion, wird sogar alljährlich die Holzhand von Capitane Danjou, die höchst verehrte Reliquie der Legion, aus ihrem Glasschrein geholt.


Gemälde von der Schlacht:
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die letztden der einheiten...

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das Denkmal in Mexiko

tschö... Sniper
bitte nicht bei der Arbeit stören
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Danke...


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