Britische Prototypen

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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Krupp
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Britische Prototypen

Beitrag von Krupp » 19.09.2004, 21:28

Schwerer Panzer (A39)«Tortoise»
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Duncan Sandy, der Juniorminister am Ministerium für Versorgungsmaterial
Unterstütze die Forcierung eines schweren Panzers, der eine 94mm Kanone besitzen soll, mit der jeder Feindpanzer vernichtet konnte.
In den Nuffiel Mechanisation & Aero Werken begann die Entwicklung des
A39 „Schildkröte“.

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Er war der schwerste Panzer, der je durch die Briten entwickelt und gebaut worden ist.
Eigentlich war es kein Panzer sondern ein Panzerjäger
Er hatte wie der amerikanische T-28 kein Drehturm und basierte auf dem selben Prinzip wie der deutsche Jagdtiger.
Die ersten Studien an diesem Projekt begannen 1944, jedoch konnte keiner der Prototypen vor 1947 fertig gestellt und an die Truppen geliefert werden.

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So bleibt der Tortoise nicht mehr als ein Museumsstück, das im Bovington Tank Museum zu bestaunen ist.
2 der Prototypen wurden verschrottet und 2 kamen in Museen.

Technische Daten:
• Fabrik: Nuffiel Mechanisation & Aero
• Bewaffnung: 1 x 94mm / 2 x 7,92mm Besa MG
• Panzerung: Max. 228mm Min. 35mm
• Gewicht: 78Tonnen
• Länge: 10.06m
• Breite: 3.91m
• Höhe: 3.05m
• Motor: Rolls Royce Meteor V12, 600hp
• Geschwindigkeit:19Km/h
• Verhältnis PS/Tonne: 8
• Aktionsradius: 80.4km
• Besatzung: 7
• Produktionszeit: 1946/1947
• Produziert: 6


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Beitrag von Panzergrenadier » 24.01.2005, 23:04

Black Prince, Super Churchill, A43

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Entworfen von Vauxhall (gehört heutzutage zu General Motors) zwischen 1943-45. Es handelt sich hier um einen vergrößerten "Churchill" mit einer 17pounder als Hauptwaffe.Man kennt ihn auch unter den Namen Super Churchill. Sechs Prototypen wurden 1945 fertiggestellt - zu spät um noch im Gefecht getestet zu werden. Keine weitere Produktion

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Technische Daten:
• Besatzung: 5
• Gewicht: 50 Tonnen
• Länge: ca.8m60cm
• Breite: ca.4m15cm
• Höhe: ca.3m14cm
• Panzerung: 25 -152mm
• Motor: Bedford 257 KW
• Bewaffnung: 1 x 17pounder, 2 x MG
• Geschwindigkeit: 15Km/h
• Produziert: 6
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Ficht

Avro 671 Rota

Beitrag von Ficht » 03.11.2005, 13:37

Die Avro Rota war ein Tragschrauber, entwickelt von Juan de la Cierva.
Das Konzept des Tragschraubers wurde erstmals 1925 von der Britischen Regierung aufgefasst.
Insgesamt wurden zehn Prototypen gebaut, deren Mission Radareinstellungen waren.

Technische Daten
Typ: 2-sitziger Traghubschrauber
Antrieb: ein Armstrong-Siddeley-Cheetah-V-Sternmotor mit 140 PS
Leistung: Höchstgeschwindigkeit 180 km/h ; Reichweite 460 km
Abmessungen: Rotordurchmesser 11,28 m ; Länge 6,02 m

Ficht :lol:

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Beitrag von Panzergrenadier » 13.06.2008, 13:03

Ordnance QF 32-Pounder

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Kaum wurde der Bau der 17-Pfünder genehmigt, kamen auch schon Überlegungen für ein Nachfolgemodell auf. So forderte im Oktober 1942 der Generalstab eine Panzerabwehrkanone, welche eine Leistungssteigerung von 25% gegenüber der 17pdr aufweisen sollte.
Eine abgewandelte Version der 4,5in (~113.03mm) wurde von Ballistikexperten empfohlen. Sie sollte 55lb Geschosse mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 2.600ft/s (~792m/s) verschießen können.
Nachdem jedoch die Durchschlagleistung der 17pdr mit neu entwickelten APDS Geschossen gewaltig anstieg, ließ das Waffenamt im März/April 1943 die Entwicklungen an der „55-Pfünder“ stornieren. Da daran gezweifelt wurde, ob die geplante 55pdr weiterhin die geforderte Leistung erzielen würde. Die Entwicklungsarbeiten an einer Schweren Pak wurden jedoch weiter verfolgt, diesmal an einer „30-Pfünder“. Zuerst sollte es ein 3,45in (~87.63mm) Kaliber sein, man erachtete eine abgewandelte Version der der 3,7in Flak (~93.98mm) für praktischer², da es schon ein Standartkaliber war und eine gute Basis für weitere Verbesserungen bot. Im September 1943 wurde die Erlaubnis für den Bau eines Prototypen erteilt. Die Spezifikationen wurden im Januar 1944 abgeändert. So sollte der ursprüngliche Drall von 1/30 nun auf 1/25 abgeändert werden, da man dies bei den leistungsstarken APDS Geschossen für geeignet hielt. Man ging davon aus, dass 37lb Geschosse die erwarteten Leistungen erbringen würden. So taufte man das Projekt „Ordnance QF 37pdr EX1“ (dt.: 37-Pfünder Schnellfeuergeschütz, Versuchsmodell 1). Eine für Sturmgeschütze geplante Version nannte man „Ordnance QF 37pdr EX2“. Im Juni 1944 durchgeführte Beschusstests zeigten, dass die Leistungen der 37lb Geschosse weit unter den Erwartungen lagen. Man wandte sich nun einem 32lb Geschoss zu und benannte das gesamte Projekt in „Ordnance QF 32pdr“ um. Für die Lafette forderte man eine mit zwei Gummirädern ausgestatte Spreizlafette. Im August 1943 wurde der Bau von zwei Entwürfen genehmigt. Die Armaments Design Department (dt.: Abteilung für Rüstungsentwürfe) nutzte ein konventionelles Rückstoßbremssystem und entwarf eine neue Mündungsbremse, welche bis zu 75% des Rückstoßes abfangen konnte. Der zweite Entwurf stammt von Mr. Stevens, der ein 1-Zylinder Rückstosssystem erfand. Es war so gut, dass man davon ausging, dass eine Mündungsbremse, welche 40% des Rückstoßes abfängt, genügen würde. Des Weiteren beinhaltete der Entwurf ein Drucksystem, das es erlaubte, die Kanone in ihre Wiege zurücklaufen zu lassen, um anschließend an den Gabelbeinen für den Transport befestigt zu werden.
Nachdem der Krieg in Europa zu Ende ging, hielt man die Waffen für viel zu sperrig, um in der modernen Kriegsführung noch irgendeinen effektiven Nutzen zu besitzen.
Im September 1945 verkündete der Generalstab, dass: „Kein Bedarf mehr existiert“, und im Oktober antwortete der Direktor der Abteilung für Artillerie, dass „Es nicht mehr für den aktiven Dienst gedacht sei und nur einigen weiteren Tests unterzogen wird.“ Diese Tests wurden 1946 beendet. Mr. Stevens Modell ist heute im Firepower Museum in London ausgestellt, das andere wurde verschrottet.
Eine abgeänderte Variante der 32pdr wurde in die „Tortoise“(dt.: Schildkröte) Sturmgeschütze eingebaut. Von diesen sind nur noch zwei, im Bovington Panzermuseum ausgestellt, erhalten geblieben.

Die Munition bestand aus zwei Teilen mit einer in einem Messinggehäuse verpackten Treibladung von 13lb 1oz (~5,93kg). Zusammen wurde ein Gewicht von 32lb (~14.51kg) und eine Gesamtlänge von 35,8in (~9,09cm) erreicht.


Zu der 32pdr sind leider nur sehr wenige technische Informationen verfügbar. Doch sollen die Dimensionen des Rohres ungefähr der 3,7in Flak Mk. I entsprechen. Bis auf die Mündungsgeschwindigkeit beziehen sich die Daten auf diese Flak.




Technische Daten:

Kaliber: 3.7in (~93,98mm) L/65
Rohrgewicht mit Verschluss: 6.552lb (~2971,94kg)
Mündungsgeschwindigkeit: 2.880ft/s(~878m/s) mit APCBC
4.000ft/s(~1.219m/s) wurden mit APDS vorhergesagt

Quellenangaben:
1) British & American Artillery of World War 2 von Ian V. Hogg S.81 + 82
2) Opsrey - British anti-tank Artillery 1939-45 S.45
3) Weapon Development Committee, Alternative to 55-pdr. 8.4.43
(via http://members.tripod.com/~chrisshillito/a39/a39txt.htm)

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Gruß

Dominik
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