Duell - Enemy At The Gates

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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Krupp
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Beitrag von Krupp » 02.10.2002, 10:58

Wever hat geschrieben::roll: Hm... also, wer "Kopfschüsse geil" findet, hat vielleicht selber schon mal einen erhalten...?

"Militärtaktisch" ist natürlich ein weiter Begriff, aber das Stalin eine "völlige Pfeife" war, würde ich mal glatt bezweifeln.

Gruß
Wever
Moin Wever

Was willst Du denn einem solchen Dikator zu gute halten.
Wer war es denn, der fast alle seine Offiziere liquidiert hatte, weil Er Angst hatte, es könne einer Mächtiger werden als Er?
Wer hatte Shukov, sein bester Mann, am Ende des Krieges beinahe ausgeschaltet?
Also von Josef Stalin halte ich genau soviel wie vom GRÖFAZ, nämlich nichts!

Wer über ein so riesiges Heer verfügen kann, muss sich taktisch nicht gross auskennen.
Umsonst haben die Russen nicht die meisten Verluste des WWII aufzuweisen.
Sogar Frauen wurden gegen Männer in den Krieg geschickt, zudem hatte nur jeder 5 Soldat oder noch weniger eine Waffe, man musste halt mit dem Gewehr schiessen, das man von den toten Kameraden aufgenommen hatte.

Gruss :wink:

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Beitrag von Wever » 02.10.2002, 11:08

Hallo Krupp!

Bei meiner Bemerkung setzte ich voraus, daß das Militärische von der Moral getrennt wird!

Schukow war wohl kaum Stalin's bester Mann, sondern sein größter Fehler :lol: . Hierzu - frisch aus der Druckmaschine - die dt. Übersetzung von:

Viktor Suworow
Marschall Schukow.
Lebensweg über Leichen. Kriegstreiber Stalins, "Befreier" von Berlin, Held der Sowjetunion.
Verlag Pour le Mérite, Selent 2002. 350 S.
ISBN 3-932381-15-7
ca. 25,- Euro

Verfasser nutzt als Russe vornehmlich russische Quellen.

Herzliche Grüße
Wever
"Es gibt eine Form von Toleranz beim Menschen, die nichts anderes ist als ein Mangel an Würde." Joseph Schumpeter

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Beitrag von Krupp » 02.10.2002, 16:28

Hi Wever

Das kann man betrachten wie man will :D
Aber ohne Shukov wüsste ich nicht, was aus dem Russischen Reich geworden wäre.
Aber ich weiss nun, wie Du es gemeint hast :wink:

Gruss Kamerad

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nOtHiN'

hmm...

Beitrag von nOtHiN' » 05.04.2003, 12:22

ja der film ist echt geil! Nur das mit dem kopfschuss das ist unmöglich das sich der kulikov so umdreht! von wegen stalin, der war krank deswegen hat ihn auch der kgb chef vergiften lassen, weil er nach dem ww2 den 3 suchte! und das wegen zaisev das ist unklar ob es wirklich so ein duell gab! wahr ist das es zaitsev gegeban hat und seine moisin nagant kann man im museum von wolgograd anschauen (wer gerne reist!).

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Beitrag von Bacchus » 06.04.2003, 17:44

also laut William Craig gab es dieses Duell schon, aber halt ned so dramatisch wie im Film.


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Beitrag von Krupp » 08.04.2003, 14:43

Hi Leute

Bis heute wurde von keiner deutschen Seite dieses "Duell" Saitzew/König bestätigt.
Diese Daten stammen alle aus der Sovietunion und es ist durchaus möglich, dass dies nur zu Propagandazwecken dienen sollte.

Allerdings ist es Merkwürdig, dass dieser Major König auf der Bestenliste der Sniper des WWII aufgeführt ist :?: :!: :?: :roll:
Falls die Daten dieser Rangliste aus der Sovietunion stammen, dann wäre dies dann auch geklärt 8)

Gruss

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Beitrag von Czury » 08.04.2003, 22:44

vielleicht gab es ja beide, doch ob sie sich jemals trafen ist eine andere Seite
.-=Czury=-.

visit: BLITZKRIEG-MAPS

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Beitrag von Krupp » 09.04.2003, 08:48

[GMG]-Czury-08/15 hat geschrieben:vielleicht gab es ja beide, doch ob sie sich jemals trafen ist eine andere Seite
Moin Czury

Den Vassili Saitzew gab es, da gibts keine Zweifel, aber beim Major König ist man da net sicher :wink:

Gruss

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Lachrymology

Beitrag von Lachrymology » 04.09.2003, 17:17

Für einen Historiker und Humanisten wie mich ist dieser Film ein Albtraum. Da wird doch tatsächlich die Geschichte von Stalingrad mit den Füßen getreteten. Ich finde es moralisch einfach schrecklich, dass man die Thematik Massengrab-Stalingrad als Vorlage für einen mäßigen Actionfilm hernimmt. Stalingrad war mehr als nur ein Duell zweier Scharfschützen. Stalingrad (und Krieg im allgemeinen) ist verhungern, erfrieren, Dreck Leichen und Blut. Nirgendwo indiesem Film ist auch nur im Ansatz des Winterkampfes bemerkbar. Stattdessen gibt es wieder einen Kindermörder als perfekten Bösewicht, eine Eifersuchts-Lovestory und einen fehlerlosen Protagonisten.
Die Thematik Stalingrad ist einfach moralisch zu ernst um ein dort Actionduell ablaufen zu lassen. Der Zuseher bekommt ein falsches Bild von Stalingrad.

PS: Die Szene, dass viele russische Soldaten nur als Munitionfutter verwendet wurden, fand ich sehr gut. Auch die Optik war an vielen Stellen sehr beindruckend. Das muß ich dem Film ja zugute schreiben.
PPS: Bitte flamet mich nicht in Grund und Boden wenn ich den Film kritisiere. ;)

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Beitrag von Bacchus » 05.09.2003, 11:20

Lachrymology hat geschrieben:Die Thematik Stalingrad ist einfach moralisch zu ernst um ein dort Actionduell ablaufen zu lassen. Der Zuseher bekommt ein falsches Bild von Stalingrad.
hmm aber könnte man diese Aussage nicht auch auf den ganzen Krieg und Krieg an sich ausdehnen? Weil Krieg ist immer ernst, aber schätzungsweise 80% aller Kriegsfilme sind mehr oder weniger Actionfilme und diese Filme würd ich schon missen...

Liege ich recht in der Annahme, dass dir der Film "Stalingrad" von Josef Fließ(?)maier besser gefallen hat?

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Beitrag von Lachrymology » 05.09.2003, 12:10

hmm aber könnte man diese Aussage nicht auch auf den ganzen Krieg und Krieg an sich ausdehnen? Weil Krieg ist immer ernst, aber schätzungsweise 80% aller Kriegsfilme sind mehr oder weniger Actionfilme und diese Filme würd ich schon missen...
Da hast du recht, nur Stalingrad stellt sozusagen eine Spitze der Unmenschlichkeit dar. Ich kann mich mit Actionkriegsfilmen einfach nicht anfreunden. Zuviel Hollywood, zuwenig denken.
(Abgesehn, dass Duell eine europäische Produktion ist... ;) )
Liege ich recht in der Annahme, dass dir der Film "Stalingrad" von Josef Fließ(?)maier besser gefallen hat?
Du liegst richtig in der Annahme. Ein sehr intensiver Film der zum nachdenken anregt; sowas ist halt eher meine Richtung.

(Vorallem die Szene in der der sterbende Russe zu seiner Mutter spricht, ist sehr unter die Haut gegangen.)
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Beitrag von Krupp » 05.09.2003, 13:21

Hi Lach......... (elend langer Name wie inch finde :D :wink: )

Erst mal möchte ich Dich im SSM Forum Willkommen heissen.
Schön, dass Du via unseren WWII-Film Thread hierher gefunden hast.
Da Du dich scheinbar für die Geschichte des 2.WK interessierts, wirst Du hier sicher genügend Themen finden, die Dich interessieren könnten :wink:

:arrow: Thema Film:
Ich gebe zu, dass mir Filsmaiers "Stalingrad" eindrücklicher in Erinnerung blieb als "Enemy at the gates".
Allerdings finde ich den Film über Saitzew auch gut. Es schildert das ganze aus der Sicht der Russen und fokusiert auf Vasili Saitzew.
Ich denke, wer die Geschichte kennt der weiss, dass Stalingrad mehr war, als nur das Duell zweier Scharfschützen.
Dazu gibt es Bücher zu hauf, Dokus am Laufmeter und Eltern, die Ihren Jungen auch davon erzählen können.

Dir müsste in diesem Fall der Film "Hunde wollt Ihr ewig leben" auch bekannt sein oder?
Finde ich auch ein Spitzenfilm und war im Prinzip die Vorlage von Filsmaier :wink:

Grüss Dich

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Beitrag von Lachrymology » 05.09.2003, 16:06

Huch, schön. Ich werd ja richtig begrüßt hier. Nett!
Ich hab eigentlich Blitzkrieg Maps gesucht und bin mehr oder weniger über den Namen Csury gestoßen, der alte Haudegen, der mir von SuSt2 ein Name war, und letztendlich auf diesem Forum gelandet.
Aber mir gefällts hier sehr gut, sehr viel Informationen über den 2ten Weltkrieg, bzw. die dazugehörigen Spiele! :)

ad Film: Der Film ist mir einfach zu seicht. Am sonsten mag ich das Actiongenre ja, aber wenn das Thema 2ter Weltkrieg als Hintergrund genommen wird, werde ich leicht hackelig. ;)

Der Film "Hunde wollt ihr ewig leben" ist mir leider nur vom Namen her ein Begriff. Werd ich mir mal anschaun, wenn ich den Film irgendwo entdecke.

Gruß!
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Beitrag von Bacchus » 07.09.2003, 22:23

"Hunde wollt ihr ewig leben" kenn ich als Buch von Fritz Wöss, darin spielt afaik ein gewisser Oberleutnant Wisse die Hauptrolle.

Fand das Buch eigentlich ziemlich gut. Vermutlich ist der Film auf Grundlage des Buches entstanden.

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Beitrag von Krupp » 08.09.2003, 11:00

Hi Lachry

Natürlich wird man hier begrüsst, das gehört auch dazu :D
Du suchst Blitzkrieg Maps......ups, das dürfte etwas schwierig werden, das Spiel ist leider nicht so der Heuler :(

"Hunde wollt Ihr ewig Leben" ist ein sehr eindrücklicher Film aus deutscher Scmiede (schwarz/weiss).
Den hab ich schon als junger Spund geguckt und finde ihn bis heute absolut Sehenswert und Eindrücklich.
Ein Film, der mit den beschränkten Mitteln dieser Zeit zeigt, was die deutschen Soldaten, aber auch die russichen Soldaten bei dieser Schlacht mitgemacht haben!
Für mich, nach wie vor etwas vom besten was es es im Kriegsfilmgenre gibt.

Gruss

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