Größte militärische Fehler

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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Schlavmutz
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Beitrag von Schlavmutz » 15.02.2005, 22:31

Hartmann hat geschrieben:...der grösste fehler der deutschen war wohl eine unausgereifte wehrmacht und logistik
Hi Hartmann,

da muss ich Dir leider widersprechen. Selbstverständlich kam der Krieg für die Wehrmacht (insbesondere für die Kriegsmarine und z. T. auch für die Luftwaffe) zu früh. Die Logistikfehler sind zwar im Vorfeld des Krieges vorhanden gewesen (z.B. beim unblutigen Anschluss Österreichs mussten sich die deutschen Verbände aus österreichischen Tankstellen versorgen), aber spätestens im Polenfeldzug funktionierte der Nachschub reibungslos. Das blieb so bis Kriegsende. Versäumnisse wie z.B. dass die Winterbekleidung nicht die kämpfende Truppe erreichte, sind nicht einer nicht funktionierenden Logistik, sondern eindeutig "politisch" verursachten Fehlplanungen anzulasten.

Unbestritten ist, dass die Wehrmacht trotz vorhandener Mängel allen ihren Gegnern in Europa überlegen war. Dies wird von ausländischen Fachleuten immer wieder bestätigt. Auch in der im Buchhandel derzeit aktuellen "Populärliteratur" ist das nachzulesen:

z.B.

John Pimlott "Die deutsche Wehrmacht"
(engl. Originaltitel "Wehrmacht")

Tim Ripley "Der zweite Weltkrieg - Die Wehrmacht 1939 - 1945"
(engl. Originaltitel "Great Armies of History: Wehrmacht")

Ian Baxter "Blitzkrieg - Die Deutsche Wehrmacht 1939 - 1942"
(engl. Originaltitel "Blitzkrieg)

Wenn Du Zeit hast, besorge Dir diese Bücher und lese sie, vermutlich wirst Du dann Deine Meinung überdenken.

Die Engländer, obwohl im englischen Fernsehen der deutsche Soldat oft als "vertrottelt" hingestellt wird, gehen mit diesem Thema unbefangener um und anerkennen die seinerzeitige Überlegenheit der deutschen Wehrmacht. Dazu passen auch Äußerungen hochrangiger britischer Militärs wie die der Feldmarschälle Alanbrooke und Alexander.

Gruß
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Hartmann
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Beitrag von Hartmann » 16.02.2005, 08:59

Schlavmutz hat geschrieben:
Hartmann hat geschrieben:...der grösste fehler der deutschen war wohl eine unausgereifte wehrmacht und logistik
Hi Hartmann,

da muss ich Dir leider widersprechen. Selbstverständlich kam der Krieg für die Wehrmacht (insbesondere für die Kriegsmarine und z. T. auch für die Luftwaffe) zu früh. Die Logistikfehler sind zwar im Vorfeld des Krieges vorhanden gewesen (z.B. beim unblutigen Anschluss Österreichs mussten sich die deutschen Verbände aus österreichischen Tankstellen versorgen), aber spätestens im Polenfeldzug funktionierte der Nachschub reibungslos. Das blieb so bis Kriegsende. Versäumnisse wie z.B. dass die Winterbekleidung nicht die kämpfende Truppe erreichte, sind nicht einer nicht funktionierenden Logistik, sondern eindeutig "politisch" verursachten Fehlplanungen anzulasten.

Unbestritten ist, dass die Wehrmacht trotz vorhandener Mängel allen ihren Gegnern in Europa überlegen war. Dies wird von ausländischen Fachleuten immer wieder bestätigt. Auch in der im Buchhandel derzeit aktuellen "Populärliteratur" ist das nachzulesen:

z.B.

John Pimlott "Die deutsche Wehrmacht"
(engl. Originaltitel "Wehrmacht")

Tim Ripley "Der zweite Weltkrieg - Die Wehrmacht 1939 - 1945"
(engl. Originaltitel "Great Armies of History: Wehrmacht")

Ian Baxter "Blitzkrieg - Die Deutsche Wehrmacht 1939 - 1942"
(engl. Originaltitel "Blitzkrieg)

Wenn Du Zeit hast, besorge Dir diese Bücher und lese sie, vermutlich wirst Du dann Deine Meinung überdenken.

Die Engländer, obwohl im englischen Fernsehen der deutsche Soldat oft als "vertrottelt" hingestellt wird, gehen mit diesem Thema unbefangener um und anerkennen die seinerzeitige Überlegenheit der deutschen Wehrmacht. Dazu passen auch Äußerungen hochrangiger britischer Militärs wie die der Feldmarschälle Alanbrooke und Alexander.

Gruß
Hi Schlavmutz,
is doch schön, dass du eine andere meinung hast, ansonsten könnten wir nicht diskutieren.!! :wink:

die wehrmacht litt von anfang an an chronischem mangel an allem!!! sogar im polenfeldzug gabe es ari-einheiten die ihr feuer einstellen mussten, da es ihnen an mun fehlte!!! was auch gern verschwiegen wird, ist die tatsache, dass die wehrmacht nie für eienen langen krieg gerüstet war. das belegen folgende tatsachen:
1. die vielfalt des deutschen fuhrparkes.
es gab in der wehrmacht zuviele verschiedene fahrzeuge. alleine dafür ersatzteile zu beschaffen war ein ding der unmöglichkeit, da die beutefahrzeuge nicht mehr gebaut wurden.
2.rohstoffmangel
die deutsche industrie hatte nie die erforderlichen mengen an rohstoffen um einen langen krieg zuführen. nehmen wir zb die pak 7,5cm. der munkern bestandt aus wolfram, ein rohstoff den es in deutschland nicht gab. dieser wurde aus norwegen importiert. diese pak war sicherlich eine der besten, aber was nützt sie ohne mun. ausserdem produzierte die industrie zwar qualitative hochwertig, aber auch zulange und zu teuer.
3.material
wie oben schon erwähnt, war das material der deutschen wehrmacht sehr hochwertig, aber auch anfällig. zb.panzer die höchsten ausfallquoten der panzer im russlandfeldzug 1941 sind nicht auf feindberührung, sondern durch zerstörte, verstopfte, überdrehte und ersatzteillose motoren zurückzuführen. das selbe kann man auch für afrika sagen. die wehrmacht war eine reine mittel und westeuropäische armee, die nicht dafür ausgelegt war in russland oder afrika zu kämpfen. sicherlich wurden diese fehler behoben, aber meistens direkt an der front. daraus ergaben sich wiederum neue probleme, da nicht nur die industrie sondern auch die instandsetzungseinheiten verschiedene modifikationen an den fahrzeugen anbrachten.
4. verschwendung
es wurden zuviele rohstoffe und zeit an waffen verschwendet, die mehr einen prestige effekt hatten, als einen effektiven. beispiel, nehmen wir nur mal den elefant, den jagdtiger oder die riesigen eisenbahngeschütze.
5.öl
warum furen deutsche panzer mit benzin und nicht mit diesel? diesel ist billiger und viel schwerer entzünbar und noch leichter in der herstellung! die russen haben gezeigt was mit diesel alles möglich ist!!!

fazit: ich werde hier mal schlussmachen, da ich mir noch ein paar argumente aufheben möchte :wink:
aber fakt ist, dass der deutsche soldat wohl der beste war. das lag nicht so sehr an seiner ausstatten, sondern vielmehr an seiner ausbildung!
die wehrmacht konnte jeden gegner schlagen, vorrausgesetzt sie bestimmte das wo und wann!!!

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Beitrag von Schlavmutz » 16.02.2005, 13:02

Hi Hartmann,

so unterschiedlich sind unsere Meinungen gar nicht, wir können aber dennoch hierüber diskutieren.

Du hast recht wenn Du sagst, dass die Wehrmacht wirklich an chronischem Materialmangel litt. Das hängt aber damit zusammen, dass es in Mitteleuropa außer Kohle und Erz nicht viel an Bodenschätzen gab. Die Wehrmacht musste ihre Kriegsführung notgedrungen auf diesen Fakt abstellen.
Es war klar, dass die vorhandenen Ressourcen nicht für einen langen Abnutzungskrieg ausreichen würden. Die Erfahrungen aus dem WK I waren nicht vergessen. Deshalb entwickelte die Wehrmacht die Strategie des Blitzkrieges, obwohl zu erkennen war, dass die Einheiten niemals voll mechanisiert werden konnten. Die deutsche Armee des WK II war bis zuletzt hauptsächlich eine „pferdebespannte“ Armee! Im treffenden Jargon der Landser war's nicht "mot", sondern "hott" :lol:
Der Mangel an Motorisierung wurde durch Ausbildung wettgemacht. Es ist anerkannt, dass der deutsche Soldat des WK II (zumindest bei Kriegsbeginn) ausbildungsmäßig, körperlich und geistig auf höchstem Niveau war, ansonsten wären Marschleistungen von 50 und mehr Kilometern pro Tag mit anschließenden Kampfhandlungen gar nicht möglich gewesen. Ohne diese enormen Leistungen hätten die Blitzkriege gar nicht geführt werden können, weil die vorgestossenen Panzerverbände ohne Flankensicherung der nachgezogenen Infanterie sehr bald abgeschnitten worden wären (sobald die feindlichen Truppen genügend Zeit für Gegenoperationen gehabt hätten).

Zu 1)
Die Vielfalt des deutschen Fuhrparks war enorm, zu einer Standardisierung in großem Umfang ist es zum Leidwesen aller Schirrmeister nicht gekommen. Man nahm was da war (vor allem aus Privatbesitz, auch das was nicht unbedingt für militärische Zwecke zu gebrauchen war). Motto: „Besser schlecht gefahren als gut marschiert“. Was aber bei dem gut ausgebauten Strassensystem in Mitteleuropa noch leidlich funktioniert hatte, kam in Russland sehr schnell an die Grenzen.
Aber wie schon gesagt, die Wehrmacht war eine „pferdebespannte“ Armee, Fahrzeuge waren bei Beginn des Krieges lediglich eine willkommene Ergänzung. Die meisten "Ergänzungsfahrzeuge" waren -soweit im Osten überhaupt noch vorhanden- nach dem ersten Russlandwinter nur noch Schrott. Noch viel größer wog allerdings der immense Verlust an Pferden im deutschen Heer.

Zu 2)
Zum Rohstoffmangel siehe das Eingangs gesagte. Natürlich war es eine Verschwendung, Geschütze zu entwickeln, die die knappen Bestände an Wolfram verbrauchten und bei denen abzusehen war, dass sie bald aus Mangel an geeigneter Munition nicht mehr einsatzfähig sein würden. Das ist aber dem nicht zu bremsenden Erfindergeist zuzuschreiben und den Beschaffungsstellen, die diesen Unsinn nicht abgestellt haben. Eigenartigerweise ging das aber so weiter bis zum Ende des Krieges. Faktoren waren sicherlich auch die Vorliebe Hitlers für „großartige“ Waffen sowie die „Eifersucht“ der einzelnen Wehrmachtsteile und der SS untereinander.
Erst unter Speer erreichte die deutsche Rüstung (1944!) ihre Höchstleitung, trotz der alliierten Bomberströme. Bis Ende 1942 war immer noch der Gedanke, dass der Krieg in Kürze beendet sein würde.

Zu 3)
Auch dies ist dem deutschen Perfektionismus zuzuschreiben. Russische MP’s waren primitiv, schossen aber auch dann noch wenn sie im Dreck lagen oder Nässe und Kälte ausgesetzt waren. Die deutschen Waffen waren da wesentlich „vornehmer“ und verweigerten dann im unpassenden Augenblick den Dienst. Für einen Einsatz bei extremen klimatischen Bedingungen wie sie in Afrika oder Russland vorkommen, waren diese Waffensysteme nicht wirklich geeignet, aber für mitteleuropäische Verhältnisse und bei einigermaßen vernünftiger Pflege waren die Waffen hervorragend.

Zu 4) und 5)
Es trifft das Gleiche wie unter 2) zu. Nachdem die Entscheidung in der Vorkriegszeit mal gefallen war, auf „Benzin“ zu setzen, wäre ein Umstellen auf Diesel mit den notwendigen riesigen Mengen während der Kriegszeit nicht in der erforderlichen Zeit möglich gewesen, ohne dass die Gefahr bestanden hätte, die motorisierten Einheiten lahm zu legen. Natürlich gibt’s noch weiter Gründe, die ein Umstellen der damaligen Führung als zu risikobehaftet erschienen.

Trotz all dieser Mängel war die Wehrmacht bei Kriegsbeginn die schlagkräftigste Armee der Welt, nicht nur wegen der moderneren Bewaffnung, sondern hauptsächlich aufgrund der Qualitäten der Soldaten und des deutschen Generalstabes. Die deutsche „Auftragstaktik“ war (und ist heute noch) der in anderen Armeen gepflegten starren „Befehlstaktik“ überlegen, erfordert aber mitdenkende und verantwortungsbereite Soldaten bis runter zum einzelnen Landser (und diese hatte die Wehrmacht vorzuweisen!). Der Grundstein hierfür wurde schon in den zwanziger Jahren (im „100.000 – Mann – Heer“) gelegt und unter Hitler weiter perfektioniert. Die deutsche Grundausbildung und der Waffendrill war sehr gut auf den Ernstfall abgestellt. Bekannt ist, dass deutsche Soldaten auch in scheinbar aussichtloser Lage sich diszipliniert verhalten haben und nicht so leicht die Nerven verloren. So konnten sie auch in solchen Situationen oft genug "das Ruder" herumreissen.

Fazit: Eine Armee ist immer nur so gut, wie es ihre Soldaten sind (und da nimmt die deutsche Wehrmacht des WK II unbetritten eine Spitzenstellung ein). Aus diesem Grund kann mit Recht behauptet werden, dass die deutsche Wehrmacht als solche schon 1939 "kriegsbereit" war.

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Beitrag von Gast » 20.02.2005, 01:13

[quote]
Hi Hartmann,

da muss ich Dir leider widersprechen. Selbstverständlich kam der Krieg für die Wehrmacht (insbesondere für die Kriegsmarine und z. T. auch für die Luftwaffe) zu früh.


tja schlavmutz, da muss ich dir aber widersprechen, ich denke, dass der krieg für die wehrmacht gar nicht früh genug kommen konnte.
denn seit hitler an die macht gekommen war, wurde für einen krieg gerüstet, neue waffen entwickelt, atom- und raketenforschung forciert, wirst du sicher alles selbst wissen.
aber in europa erarbeitete sich deutschland damit einen vorsprung, den es auszunutzen galt. während den jahren 1938\39 wurde natürlich allen staaten in europa klar dass hitler einen krieg geradezu herbeizwingen wollte, und sie begannen nun ihrerseits die rüstung enorm zu steigern, um den vorsprung der deutschen wett zu machen.
so weit ich weiß, war die entwicklung im pazifischen raum bei japan ähnlich.

deutschland als kleines land, mit vielen vielen ressourcenreichen feinden, musste ja den krieg so schnell wie möglich gewinnen, um nicht den vorsprung in rüstung und waffentechnik zu verlieren.
naja, den rest kennen wir: russischer bär geweckt, der wild um sich schlug, und amerikanischer kampf für die freiheit in europa.

achja, auf ein wort zu hitler noch:
"Der Untergang" : ende april 45, hitler in bunker, spricht mit speer:" Wenn
diese Sache hier vorbei ist, Speer, dann müssen wir uns die Ölfelder in Rumänien zurückholen"

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Beitrag von Schlavmutz » 21.02.2005, 18:25

Anonymous hat geschrieben:
...tja schlavmutz, da muss ich dir aber widersprechen, ich denke, dass der krieg für die wehrmacht gar nicht früh genug kommen konnte.
denn seit hitler an die macht gekommen war, wurde für einen krieg gerüstet..
Hallo Gast,

andere Meinungen sind immer gefragt, denn davon lebt schließlich die Diskussion "on board". Man sollte immer offen für Argumente sein, und, auch seine eigene Meinung überdenken. So halt ich's auch. :wink:

Tja, was die deutschen Rüstungsanstrengungen vor Ausbruch des WK II betrifft, so ist zu sagen, dass sie an die Grenze des Machbaren gingen (das deutsche Reich war nach Meinung vieler "Finanzexperten" praktisch pleite. Aber auch diese enormen Rüstungsanstrengungen waren 1939 noch nicht gänzlich abgeschlossen. Zwar war allen Verantwortlichen klar, dass ein Krieg bevorsteht (Hitler machte gar keinen Hehl daraus), aber die deutschen Planungen sahen den Beginn des Krieges erst ab 1944 vor. Bis dahin sollte die Rüstung (vor allem die Kriegsmarine hinkte noch hinterher und war 1939 noch ein Torso) abgeschlossen sein. Aus den "Hossbachprotokollen ist zu entnehmen, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch ein waffentechnischer und mengenmäßiger Vorsprung gegenüber den potentiellen Gegnern bestehen würde. Erst danach -so die Planungen- würde der Vorsprung aufgeholt werden können. Die meisten Gegnerstaaten mussten sich ja erst noch von ihrem veralteten Gerät aus dem WK I trennen (und dies war lt. Hitler schon aus Kostengründen nicht vor dem genannten Zeitpunkt zu befürchten). Deutschland hatte dieses Problem, sich von vollen Ausrüstungslagern trennen zu müssen nicht. Der techn. Rüstungsvorsprung betrug gegenüber den "Feindstaaten rund 6 Jahre; diesen Vorsprung hätten die anderen, als sie 1938/39 erkannten, dass das Reich auf einen neuen Krieg zusteuerte, nicht vor 1944 egalisieren können (Die Entwicklung neuer Waffen braucht seine Zeit, ebenso das Anlaufen der Massenproduktion. In Friedenszeiten ist sogar noch mehr Zeit für so etwas erforderlich).

Hitler hatte selbst für seine Person allerdings noch die Befürchtung, dass er bei einem Kriegsbeginn Mitte der vierziger Jahre schon zu alt sein könnte - zumindest hat er dies im engeren Kreis mehrmals geäußert. Damit wollte er natürlich den vorgezogenen (nicht planmäßigen) Kriegsbeginn rechtfertigen.
Jedenfalls war der deutsche Soldat und auch der deutsche Generalstab 1939 ausbildungsmäßig voll "kriegsbereit" und auch die Heeresrüstung hatte trotz aller Mängel schon einen Stand erreicht, der für einen kurzen Krieg (nach dem Blitzkriegmuster) ausreichend war. Dies ändert aber nicht an der allgemeinen Beurteilung, dass der Krieg "zu früh" kam - zumindest aus Sicht der "Planer". :roll:, weil die Vorbereitungen aufgrund des auf die Hälfte verkürzten Zeitfensters noch nicht abgeschlossen waren. Dennoch war der bis dahin erreichte Stand der Rüstungsanstrengungen schon so weit fortgeschritten, dass die deutschen Truppen zu Kriegsbeginn den waffentechnischnischen Vorsprung gegenüber den "Feindstaaten" ausspielen konnten.

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Haltebefehl 40 Km vor Moskau

Beitrag von Jungfuxx » 17.05.2005, 15:57

Hallo,

ich fand die Gespräche interessant.
Am Anfang schrieb Cicery was über "Moskau" und den Haltebefehl!

Ich glaube viele wissen garnicht warum 40 km vor Moskau damals gestoppt wurde!

Hitler gab den Haltebefehl!!!! Nicht wegen der Konzentration auf Stalingrad!
Es lag an der Art und Weise der deutschen Kriegsführung!
"Blitzkrieg". Schneller motorisierter Vorstoss nach dem Vorbild von Guderian! "Nicht Kleckern, Klotzen!"
Demnach waren die Panzertruppen unter "Hoth" bereits 40 km vor Moskau. Das Problem für Hitler bestand in dem zurückliegen der Infantrie! Die Panzertruppen sollten stoppen damit diese wieder herangeführt werden können um die Falnken zu sichern!

Zweifelhaft war auch, ob man Moskau hätte halten können ohne viel Infantrie!

Zu diesem Zeitpunkt war Moskau nicht befestigt, unzureichend militärisch gesichert und Stalin vor Ort !!!!!!!!!!
Ich glaub 3-4 Tage später erst ging der Vormarsch weiter!

Genau diese 3-4 Tage hatten den Russen gereicht Teile der erfahrenen Truppen aus Sibirien heranzuführen (Japankrieg) und Moskau zur Festung auszubauen!
Das Hitler dann das Interesse verlor und auf Stalingrad ging hatte persönliche und andere Gründe!

Ich persönlich denke das dies nicht der grösste Fehler gewesen ist.
Das war der Russlandfeldzug an sich schon! Ich fand es nur interessant das mein Grossvater immer sagte: "Wir sind den Russen zuvorgekommen!"
"Kein Feuer ohne Bewegung und keine
Bewegung ohne Feuer!"

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Beitrag von Tigerkommandant » 09.03.2006, 17:04

Hallo, ich wollt auch ma meine Meinung sagen;

meiner Meinung nach war der sinnlose Befehl Stalingrad mit allen Mitteln zu halten der größte Fehler(abgesehen vom ganzen Krieg)!!
Ich zweifel nicht daran, das überhaupt der Kampf um Stalingrad einen Sinn hatte, den hatte er sehr wohl, aber die meiner Ansicht größten Fehler lagen bei der Besetzung der Oberbefehlshaber!!! Diese konnten, leider muss man sagen, nicht "klar denken". Sie führten einen Befehl aus, der totaler Wahnsinn war! Ihre Aufgabe besteht meiner Meinung nach darin, einen Krieg, eine Schlacht schnell zu gewinnen und dabei so wenig Verlust zu verzeichnen und ihre wichtigste Aufgabe ist die, das sie die Soldaten heil nach Hause bringen und nicht wegen eines "idiotischen" Befehls massenhaft opfern. Es gehört zu ihrer Pflicht zu entscheiden, ob ein Befehl ausgeführt wird oder ob man sich dem Befehl wiedersetzen sollte!!!! Hätten sie sich dem Befehl weidersetzt und wären sie z.B. ausgebrochen, hätten sie zwar mit dem Schlimsten rechnen müssen, aber dann hätten sie ne Menge Menschenleben retten können!!!!!! (nichts desto trotz hätte Hitler dann nen anderen General mit ner neuen Armee dort hingeschickt^^)

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Beitrag von Oberheereskommando » 12.03.2006, 13:40

meines erachtens lagen die 2 größten fehler hitlers in seiner kriegsführung darin, dass er immer auf sein "bis zum letzten mann"-strategie bestand und für ihn "qualität statt masse", in bezug auf die kriegsmaschinerie, erste priorität hatte.


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Beitrag von Majo » 12.03.2006, 13:55

Servus...
...dass er immer auf sein "bis zum letzten mann"-strategie bestand ...
Strategie ??? :roll: Jede "Strategie" würde sich schämen mit dieser Verfahrensweise auf eine Stufe gestellt zu werden. :twisted:

Gruß Majo :wink:
Aus der Geschichte der Völker lernt man,dass die Völker aus der Geschichte nichts gelernt haben!
...mit jeder Sekunde, die vergeht, erhöht sich die Dummheit in diesem Land!!

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Beitrag von Tigerkommandant » 12.03.2006, 14:06

"bis zum letzten mann"-strategie
das war auch der größte fehler, ich glaube nämlich das alles erst nach dieser "strategie" im bach runter ging?!?!
durch diese anweisung hitlers wird einem nochma klar gemacht wie wahnsinnig sein krieg war...
ich glaube, hätte er sich nicht eingemischt, hätten seine generäle, die ein bissl mehr von taktik verstanden, es schon noch gerichtet...
all in all is es aber besser gewesen das hitler diese anweisung gegeben hat, es sind zwar dadurch viele menschen gestorben, aber man muss es so sehen...; wer von uns will in einer welt aufwachsen, wo so ein regime regiert? ....

tk

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Beitrag von popi » 08.08.2006, 03:54

die denkweise und ausführung unserer generäle damals war ausgezeichnet, jeder hatte seinen orden zumindest bis 43 wohlverdient. aber letztenendes entscheidet der führer darüber (tja dikaur) was als nächstes passiert und wenn hitler nicht so viele schwachsinnigen ideen gehabt hätte (grob und frech gesagt "russlandfeldzug" ) wär es auch ganz anders gelaufen.


wenn wir den krieg gewonne hätten würden wir heute noch gegen revoulitonen ankämpfen, und in unser eigenen scheisse verrecken da die welt deutschland keine konkurrenz in der wirtschaft mehr hätte.


der ganze krieg basierte nur auf eine schwachsinnige idee hitlers einfach die welt in seinen armen liegen zu haben.

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Beitrag von Tovarish » 08.08.2006, 14:35

Der größte Fehler überhaupt war Hitlers Weltanschauung! :roll:


Nicht nur menschlich und moralisch betrachtet!



Die Russen z.B. sahen Hitlers Feldzug als Befreiung von Stalin und seiner Diktatur! Sie mussten aber feststellen, dass dem nicht so war. Wenn die russische Bevölkerung hinter Hitler und seiner Wehrmacht gestanden hätte, wäre der Krieg im Osten wohl anders ausgegangen.
Zum Glück ist Geschichte kein Fall der Konjungtive (oder schade, dass es nicht ist).
пожалуйста

Soldat-Tobias

Beitrag von Soldat-Tobias » 08.08.2006, 21:14

Schlavmutz hat geschrieben:
Anonymous hat geschrieben:
...tja schlavmutz, da muss ich dir aber widersprechen, ich denke, dass der krieg für die wehrmacht gar nicht früh genug kommen konnte.
denn seit hitler an die macht gekommen war, wurde für einen krieg gerüstet..
Hallo Gast,

andere Meinungen sind immer gefragt, denn davon lebt schließlich die Diskussion "on board". Man sollte immer offen für Argumente sein, und, auch seine eigene Meinung überdenken. So halt ich's auch. :wink:

Tja, was die deutschen Rüstungsanstrengungen vor Ausbruch des WK II betrifft, so ist zu sagen, dass sie an die Grenze des Machbaren gingen (das deutsche Reich war nach Meinung vieler "Finanzexperten" praktisch pleite. Aber auch diese enormen Rüstungsanstrengungen waren 1939 noch nicht gänzlich abgeschlossen. Zwar war allen Verantwortlichen klar, dass ein Krieg bevorsteht (Hitler machte gar keinen Hehl daraus), aber die deutschen Planungen sahen den Beginn des Krieges erst ab 1944 vor. Bis dahin sollte die Rüstung (vor allem die Kriegsmarine hinkte noch hinterher und war 1939 noch ein Torso) abgeschlossen sein. Aus den "Hossbachprotokollen ist zu entnehmen, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch ein waffentechnischer und mengenmäßiger Vorsprung gegenüber den potentiellen Gegnern bestehen würde. Erst danach -so die Planungen- würde der Vorsprung aufgeholt werden können. Die meisten Gegnerstaaten mussten sich ja erst noch von ihrem veralteten Gerät aus dem WK I trennen (und dies war lt. Hitler schon aus Kostengründen nicht vor dem genannten Zeitpunkt zu befürchten). Deutschland hatte dieses Problem, sich von vollen Ausrüstungslagern trennen zu müssen nicht. Der techn. Rüstungsvorsprung betrug gegenüber den "Feindstaaten rund 6 Jahre; diesen Vorsprung hätten die anderen, als sie 1938/39 erkannten, dass das Reich auf einen neuen Krieg zusteuerte, nicht vor 1944 egalisieren können (Die Entwicklung neuer Waffen braucht seine Zeit, ebenso das Anlaufen der Massenproduktion. In Friedenszeiten ist sogar noch mehr Zeit für so etwas erforderlich).

Hitler hatte selbst für seine Person allerdings noch die Befürchtung, dass er bei einem Kriegsbeginn Mitte der vierziger Jahre schon zu alt sein könnte - zumindest hat er dies im engeren Kreis mehrmals geäußert. Damit wollte er natürlich den vorgezogenen (nicht planmäßigen) Kriegsbeginn rechtfertigen.
Jedenfalls war der deutsche Soldat und auch der deutsche Generalstab 1939 ausbildungsmäßig voll "kriegsbereit" und auch die Heeresrüstung hatte trotz aller Mängel schon einen Stand erreicht, der für einen kurzen Krieg (nach dem Blitzkriegmuster) ausreichend war. Dies ändert aber nicht an der allgemeinen Beurteilung, dass der Krieg "zu früh" kam - zumindest aus Sicht der "Planer". :roll:, weil die Vorbereitungen aufgrund des auf die Hälfte verkürzten Zeitfensters noch nicht abgeschlossen waren. Dennoch war der bis dahin erreichte Stand der Rüstungsanstrengungen schon so weit fortgeschritten, dass die deutschen Truppen zu Kriegsbeginn den waffentechnischnischen Vorsprung gegenüber den "Feindstaaten" ausspielen konnten.

Gruß
Zu früh?? Wäre er später losgegangen hätten die anderen nationen weiter aufgerüstet und für die deutschen erfolge wären nicht so erfolgeich gewesen :?

mannix

Beitrag von mannix » 09.08.2006, 09:02

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Beitrag von Oberheereskommando » 09.08.2006, 14:00

star wars :?: :?: :?:


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"Wir haben es mit einem äußerst kühnen und geschickten Gegner zu tun, mit einem großen Feldherrn, wenn ich so etwas über die Schrecken des Krieges hinweg sagen darf." Winston Churchill

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