Die Britische Maschinenpistole "Sten-Gun"

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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Panzergrenadier
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Die Britische Maschinenpistole "Sten-Gun"

Beitrag von Panzergrenadier » 26.02.2005, 17:25

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Die Sten Mk.I

Die Sten Mk.I wurde in der mitte des Jahres 1941 entwickelt.
Besonders auffalend ist bei der Mk.I die "Löffelmündung".
An einigen Sten Mk.I befand sich auch ein weiterer Griff in der nähe der Mündung(wie auf dem Bild zu sehen).

• Produktionsdatum: 1941
• Gewicht: ca.4500 Gramm
• Reichweite: N/A
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 550
• Maximale schussgeschwindigkeit: 1250Fuß/s 381m/s

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Die Sten Mk.II

Die Sten-Gun Mk.II war unglaublich leicht zu produzieren - ihre herstellungskosten betrugen nur sechs Dollar. Durch die 9mm und ihre recht niedrige Schussfolge (etwa 550) Schuss die Minute) war sie zudem extrem stabil. Ihr einziger Nachteil lag in der effektiven Reichweite, die etwas unter 100 Meter betrug. Dennoch war die Sten Mk.II so erfolgriech, das über vier Millionen Exemplare gefertigt wurden.

• Produktionsdatum: 1942
• Gewicht: 4362 Gramm
• Reichweite: 175m
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 650
• Maximale schussgeschwindigkeit: 1200 Fuß/s (366m/s)

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Und das dazu gehörige Bayonet(was bei der Mk.II eine wahre rarität ist, klickt auf das Bild und ihr könnt es bei einem Britischem Falschirmjäger sehen/rechter Soldat/Gurt)

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Die Sten Mk.II mit Schalldämpfer

Die Sten-Gun Mk.II mit Schalldämper ist praktisch baugleich mit der Sten-Gun Mk.II Die Austrittsgeschwindigkeit wird bei diesem Modell allerdings unter die Schallgrenze verringert, wodurch auch die Schussfolge leicht verlangsamt wird. Der Geräuschpegel der Waffe ist allerdings erheblich gesenkt.

• Produktionsdatum: 1942
• Gewicht: 4518 Gramm
• Reichweite: 175m
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 450
• Maximale schussgeschwindigkeit: 1000 Fuß/s (305m/s)

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Die Sten Mk.III

Die Sten Mk.III war eine abänderung der Sten Mk.II Die Hauptveränderungen waren, Die verlängerung des Rohres bis fast zur Mündung, das Magazin wurde verändert um eine bessere Zuverlässigkeit zu gewährleisten und ein kleiner Fingerschutz in der Nähe der Mündung. Innerlich war die Mk.III der Mk.II sehr ähnlich.

• Produktionsdatum: 1943
• Gewicht: 5160 Gramm
• Reichweite: 196
• Effektive Reichweite: 70m
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 450
• Maximale Schussgeschwindigkeit: 1250Fuß/s 381m/s

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Die Sten Mk.IV

Diese Version war für Fallschirmjäger bestimmt. sie sillte ab 1943 als Mk.4A und Mk.4B hergestellt werde, kam allerdings nicht in die Produktion. Die meisten Testwaffen erielten einen Trichterförmigen Mündungsfeuerdämpfer desselben Typs, einige jedoch einen Schalldämpfer. Der hölzerne Pistolengriff, die metallende Schulterstütze und der Abzug der Ausführung Mk.4B unterschieden sich deutlich von den Entsprechenden Baugruppen der Ausführung Mk.4A. Ihr Pistolengriff befindet sich hinten, direkt unter dem Gehäuse. Die Schulterstütze läßt sich nach rechts anklappen. In den auffalend großen Abzugbügel paßt eine in dicken Winterhandschuhen steckende Hand. Der Pistolengriff der Sten-MP Mk.4B befindet sich weiter vorn am Schwerpunl der Waffe, die daher einhändig benutzt werden kann. Die Schulterstütze ist beweglich unter dem Griff befestigt und läßt sich zurückziehen. Abzugsmechanismus und Abzugbügel sind wesentlich kleiner.

Sten Mk.4A

• Produktionsdatum: Experimentalwaffe geplant war 1943
• Gewicht: 3,40 (ohne Magazin)
• Reichweite: 150m
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 500
• Maximale schussgeschwindigkeit: 500m/s

Sten Mk.4B

• Gewicht: 3,40Kg (ohne Magazin)
• Reichweite: 150m
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 500
• Maximale schussgeschwindigkeit: 365m/s

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Die Sten Mk.V

Nachdem die Sten Mk.IV ein Misserfolg war, wurde es Zeit für die Entwicklung eines durchschlagskräftigen Gewehrs für Fallschirmspringer-Truppen. Seit der Einführung der Sten hatte man gerade in den Führungsrängen Besorgnis über die Qualität, bzw.
den Mangel an Qualität der Sten geäußert und so beschloß man, aus der Sten mehr herauszuholen um mit allergrößter Anstrengung wieder das Vertrauen in den Truppen zu dieser Waffe zu stärken. Das Ergebnis war die Mk.V, die ein klares Produkt des Fortschrittes der Alliierten bis 1944 war. Auch wenn die niedrige Qualität der Mk.II und III das Gefühl vermittelte, das alles zum Schlimmsten steht, so sorgte die Mk V zumindest für einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die auffälligste Modifikation am Design der Sten war die Einarbeitung von Holz, was man in dieser Fülle seit der Einführung der Mk.I nicht mehr zu sehen bekommen hatte. Ein Holzkolben (ursprünglich an die gepressten
Läufe der Lee Enfield angepasst) und zwei Haltegriffe in Pistolengröße wurden hinzugefügt. Die umfassende Qualität der Rüstungskunst hatte sich weiterentwickelt und richtig verarbeitete Schweißnähte verbesserten die Waffe letzten Endes insgesamt. Wie viele Soldaten dadurch nun wirklich überzeugt wurden ist nicht bekannt, da das eingearbeitete Holz die Waffe nun zusätzlich schwerer machte (was dann acuh enfernt wurde) und wie gut die Waffe selbst auch verarbeitet sein mochte - das Problem der schlechten Magazine, die Ladehemmungen verursachten, wurde letztlich nicht gelöst. Auch eine Bayonetsfassung war mit dabei. Die Sten Mk.V wurde bis 1953 verwendet die dann durch Sterling MGs ersetzt wurde.

• Produktionsdatum: 1944
• Gewicht: 4,2Kg
• Reichweite: 200
• Kaliber: 0.38Zoll (9mm)
• Munition:9mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Schussfolge (pro Minute): 550
• Maximale schussgeschwindigkeit: 1250Fuß/s 381m/s

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Die Sten Mk.VI

Waffen dieser Version sind auf gewisse Weise sowohl der Sten-MP Mk.5 als auch der Sten-Mk.2S ähnlich. Mit der einen stimmt der Holzkolben, mit der anderen Schalldämpfer überein. Im unterschied zur erstgenannten Version haben Maschinenpistolen Mk.6S jedoch stets nur den Pistolengriff hinter dem Abzug und im unterschied zur anderen Schalldämpfer-MP weder Metallschulterstütze noch Dauerfeuereinrichtung Obwohl der Schütze nur einzelne Schüsse abfeuert, wird diese Waffe ebenso heiß wie die Schalldämpfer-MP Mk.2S. Um sie halten zu können, hat man Ihren mantel oftmals mit derbem Segeltuch umwickelt.

• Produktionsdatum:N/A
• Gewicht: 4,4Kg
• Reichweite: 300m
• Kaliber:0.38Zoll (9mm)
• Munition: 9x19 mm Parabellum
• Schuss pro Magazin: 32
• Reichweite: 300m
• Schussfolge(in Minuten): 575
• Maximale Schussgeschwindigkeit: 365 m/s


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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe einiger Unterlagen von Tom erstellt Danke :wink:
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Re: Die Britische Maschinenpistole "Sten-Gun"

Beitrag von Panzergrenadier » 20.04.2009, 10:43

Gerade was neues in einem englischen Infanteriewaffenbuch entdeckt 8) :

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Sten Gun Mk. VI(S) mit Infrarotausrüstung (Vermute "Tabby-system")

Gruß

Dominik
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