Panzerschlacht um Lauban

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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Krupp
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Panzerschlacht um Lauban

Beitrag von Krupp » 28.07.2005, 14:02

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Der letzte operative Erfolg der Deutschen Wehrmacht spielte sich zwei Monate vor der bedingungslosen Kapitulation, in der Panzerschlacht um Lauban ab.

Als die Armeen der Sowjetunion später über Oder und Neiße nach Westen vorgestoßen waren, die Reichshauptstadt Berlin eingeschlossen hatten und zum Endkampf antraten, hielt die nach der Wiedergewinnung von Lauban erreichte Frontlinie ostwärts der Neiße noch wie am 6. März, und so bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945.

Nachdem die Rote Armee, im Januar 1945 aus dem Warka Brückenkopf an der unteren Weichsel hervorbrach und rasch nach Westen vorstoßend, noch einmal auf der Linie Guben-Penzig Nordostwerts Görlitz – Lauban – Zobten - Oppeln zum Stehen gebracht werden konnte, hatte sich diese Front in der letzten Dekade des Februars stabilisiert.
Die Nahtstelle verlief dabei nördlich von Lauban zwischen der 4. Panzerarmee im Norden und der 17. Armee im Süden.
Diese “Nahtstelleâ€
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[-ZK-]
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Beitrag von [-ZK-] » 29.07.2005, 00:01

Klasse bericht, kruppi.

eigentlich schon verwunderlich, was damals noch für tolle hoffnungen existierten*gg*
Endsieg-dass ich nicht lache!
Die A-bombe war doch echt die letzte mögliche Hoffnung auf eine erneute Kriegswende, an die sich Hitler noch klammerte...

bye-ZK666

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Beitrag von Schelle » 29.07.2005, 02:06

:aaa5 ...dazu ist ja zum GLÜCK (in Europa) nicht gekommen.



klasse Bericht Krupp !
:zzz1
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KBS Wenck
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Re: Panzerschlacht um Lauban

Beitrag von KBS Wenck » 29.07.2005, 07:31

Krupp hat geschrieben:
Der letzte operative Erfolg der Deutschen Wehrmacht spielte sich zwei Monate vor der bedingungslosen Kapitulation, in der Panzerschlacht um Lauban ab.
Hm merkwürdig, ich dachte bisher immer, dass der letzte operative Erfolg der erfolgreiche Entsatz der 9. Armee in und um Potsdam Ende April 1945 durch die Armee Wenck war.

Dieser letzte dt. Angriff im Osten öffnete für ca. 300.000 Menschen ( Soldaten und Flüchtlinge ) den Weg an die Elbe und in die amerikanische Besatzungszone.

Wenn ich nicht ganz falsch liege ( und ich glaube das nicht ) dann war die Kapitulation ca. 2 Wochen danach. Demnach war der letzte operative Erfolg sicher nicht die Panzerschlacht um Lauban.

War da wieder ein Bildreporter ( der zweimal hinschaut und hinsieht ) an der Arbeit ?
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Funkspruch am 29.04.1945:

1. Wo Spitze Wenck ?
2. Wann tritt er an ?

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Beitrag von Krupp » 29.07.2005, 09:15

Tach Wenk

Bei der Panzerschlacht um Lauban geht es um eine Schlacht nicht um eine Evakuierung.
Eine operative Kampfhandlung ist keine Rettung von Zivilisten und Soldaten :wink:

Wenck bekam den Auftrag Berlin zu befreien, was er jedoch nicht vermochte und somit dem Befehl entsagte. Er wollte versuchen sich mit der 9. Armee im Raum Berlin zu vereinigen, einen Brückenkopf auf der Ostseite der Elbe halten um Menschen zu retten. Die 9. Armee stieß bis in den Raum Potsdam vor und konnte so 40.000 Soldaten der ursprünglich 200.000 Mann retten.
Wenck veranlasste die ihm unterstellten Pionierkräfte Brücken und Stege über die Elbe zu bauen, damit die Menschen in amerikanische Obhut gelangen konnten. Nach dem Stoppen durch die Amerikaner erfolgte das übersetzen bei Nacht.
Am 03. Mai 1945 erfolgten die ersten Gespräche zwischen der 9. US-Armee unter General Simpson. Man einigte sich darauf, das nur noch Soldaten aber keine Zivilisten übergesetzt werden durften. So gab Wenck den befehl bis zum 07. Mai 1945 alle Verwundeten und unbewaffneten Soldaten überzusetzen und dann die Kampftruppen in Sicherheit zu bringen.
Am 07.05.1945 um 9.10 Uhr begann der Waffenstillstand und um 17.00 Uhr gingen die letzten deutschen Truppen bei Ferchland über die Elbe. Im letzten boot befanden sich Wenck, Oberst i.G. Reichhelm, 2 Ordonnanzoffiziere und einige Soldaten. Sie kamen als Kriegsgefangene am anderen Ufer der Elbe an.
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Beitrag von KBS Wenck » 29.07.2005, 14:16

Krupp hat geschrieben: Bei der Panzerschlacht um Lauban geht es um eine Schlacht nicht um eine Evakuierung.
Eine operative Kampfhandlung ist keine Rettung von Zivilisten und Soldaten :wink:
Was war denn die geplante Operation der 12. Armee ? Richtig ein Angriff auf den Einschließungsring um Berlin. Also eine Kampfhandlung denn es wurden Panzer, Gewehre und Soldaten dafür eingesetzt.

Das Wenck sich schließlich wegen der Hoffnungslosen Lage anders entschied und das Ziel wechselte, ändert doch nichts an dem Charakter als Schlacht bzw. als operativer Erfolg.

Operativ der letzte Erfolg war definitiv der Angriff 12. Armee. Mit welcher Zielrichtung und aus welchen Grund der Angriff durchgeführt wurde, ist dabei völlig egal.
Bei der Schlacht um Stalingrad ging es den Russen um die Verteidigung ihres Landes, im weitesten Sinne also um die Befreiung der zum grossen Teil eingeschlossenen Stadt. War der Erfolg der Russen wegen dieser Zielsetzung keine Schlacht und kein operativer Erfolg ?

Du schliesst von dem Ziel der Operation auf deren Charakter. Das ist sicher nicht richtig.

Eine operative Kampfhandlung liegt nach meiner Meinung vor, wenn eine grosse militärische Einheit mit militärischen Auftrag bestimmte Ziele zu erreichen versucht und dabei Feindkontakt hat. Wenn der Feind geworfen und bestimmte Ziele erreicht werden, dann ist es ein operativer Erfolg.

Ob dabei Zivilisten, das Bernsteinzimmer, der Kaiser von China oder einfach eine Stadt erobert oder befreit wird dürfte dabei völlig egal sein :wink: .

Das übrige über Wenck und seine 12. Armee ist gut geschrieben.
Hast du als Quelle Gellermann " Die Armee Wenck" verwendet ?
Zuletzt geändert von KBS Wenck am 29.07.2005, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
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1. Wo Spitze Wenck ?
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Beitrag von bart » 29.07.2005, 15:14

Klasse Bericht Krupp, allerdings wäre es nett wenn du die Quelle(n) angeben würdest. :zzz1
Gruß bart

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Beitrag von Krupp » 29.07.2005, 21:08

Abend Leute

Das ist meine Quelle:
KLAUS CHRISTIAN RICHTER
Der Autor ist Oberstleutnant a.D. der Bundeswehr,
PzGren, später Feldjägertruppe und Autor mehrerer Bücher.

Der Bericht wurde von mir überarbeitet und diverse Darstellungsänderungen wurden auch vorgenommen.

Ob diese Operation nun die letzte oder vorletzte war, darüber möchte ich nicht streiten. Auf jeden Fall war es ein weiteres letztes Aufbäumen der WH im 2.WK.

Klaus Christian Richter hat noch andere sehr interessante Bücher geschrieben, z.b. folgendes:

"Panzergrenadiere - Eine Truppengattung im Spiegel ihrer Geschichte" von Klaus Christian Richter (Hrsg.)
Freundeskreis der Panzergrenadiertruppe e.V.
ISBN 3-00-014858-2
435 Seiten mit diversen s/w und Farbfotos
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Beitrag von [GDC] Helmut » 13.09.2006, 21:58

Krupp hat geschrieben:Sie stiess in einem Nachtangriff bis in das Queistal vor und fügte dem sowjetische LXXXXIX. mechanischen Korps schwerste Verluste zu, Lauban konnte mit dieser Operation zurückerobert werden.
Das hat meine Oma, so nebenbei gesagt, indirekt miterlebt, denn sie wurde mit der Familie evakuiert, bevor die Russen die Stadt das erste Mal einnahmen. Besser gesagt, Selbstevakuierung.
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Beitrag von Krupp » 26.10.2006, 22:19

Abend Helmut

Na da könnte Deine Oma noch einiges zu Berichten haben was.

Grüss Dich

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