Atomkraftgegner entsorgen!

Wie schon gesagt "Off Topic"
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Kamui
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Atomkraftgegner entsorgen!

Beitrag von Kamui » 11.11.2008, 01:12

Aus aktuellem Anlass - die Trottel mit einer Vorliebe für Fesslungsspiele auf öffentlichen Gleisen haben sich mal wieder profiliert. Unterstützung erhielten Sie dabei von den Grünen.

Leider ist es bei solchen Personen nichtmehr möglich mit logischen Argumenten des gesunden Menschenverstands durchzukommen. Schön und Gut wenn sie ihre Schildchen "Atomkraft nein Danke" hochhalten. Nur ist dieser Atommüll - und Müll bezeichnet eben ein Abfallprodukt - Ergebnis von Energiegewinnungsprozessen in Deutschland der letzten Jahrzehnte. Es war den Damen und Herren schon recht, im Winter warm zu sitzen und Strom aus der Steckdose zu kriegen, allerdings jetzt wollen sie davon nichtsmehr wissen. Es sind also keine neuen Atomninvestitionen, sondern lediglich unser eigener Müll für den wir selbst verantwortlich sind.

Kommen wir damit zum nächsten Punkt - Müll gehört eigentlich in den Mülleimer, richtig? Milliarden werden für Recycling und den grünen Punkt ausgegeben, der dann dafür sorgen soll, das Müll richtig und sicher verwahrt wird. Genau für diesen Zweck gibt es Zwischen- und Endlager, damit der Müll den wir produziert haben sicher verstaut werden kann. Ich weiss zwar nicht wie verblödet man sein muss, um diese zwei recht einfachen Punkte nicht nachvollziehen zu können, es gibt aber offensichtlich Menschen die soetwas schaffen.

Mein Verbesserungsvorschläge für Leute die Gleise beschädigen, sich anketten, Feuer legen oder ähnliche Spielchen treiben, die sie für ihr "demokratisches Recht" halten. Tränengas, Prügel oder einfach mal drüberfahren. Ich vermute starkt der Castor Transport wird es aushalten, selbst wenn ein paar Hirnamöben unbedingt auf einen Unfall scharf sind, der einen Behälter zerstört und dann wirklich eine Verstrahlung auftritt. Alternativ kann man natürlich auch noch einen Leercontainer mitfahren lassen und in diesen einige der Anarchos einsperren - dann können sie sich von der Sicherheit und der Stabilität höchstpersönlich überzeugen.

Ist schon echt arm, was hier abgeht... :roll:


-gehtnix-
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Beitrag von -gehtnix- » 11.11.2008, 06:07

@ Kamui

So einfach wie du deine Umschreibungen gemacht hast halt ich jetzt mal meinen Post.

Alle sogenannten Endlager taugen nicht als solche ... dieses Abfallprodukt "Strahlung" wird über kurz oder lang also ein Thema für jeden Menschen werden ... bisher hab ich noch keinen 1000 Jahre alten Mülleimer gesehen der noch aussah wie neu und ebenso dicht seine Aufgabe erfüllt hätte, beim Atommüll wäre dies über eine wohl noch längere Zeitspanne notwendig!

Was man uns mit der Dichtigkeit von Salzstöcken vorgegaukelt hat stellt sich doch, bei den ausgewählten, selbst als fehlinterpretiert zur Schau, so Tot wie man meinte sind die Vorgänge unter der Erdoberfläche wohl nicht ...

Wie diese "Hirnamöben" vorgehen ist belanglos, nur ein Umdenken bei denen die es angeblich gut mit uns meinen sollte schon stattfinden!

Eventuell bedarf es noch ein zwei weiterer "Gaus" bevor man mal das Denken beginnt ... allerdings so lange die pro Atomkraft Propaganda funktioniert ... Atomkraftwerke sind ja soooo sicher, dies eine da was uns um die Ohren geflogen ist bestätigt doch nur diese Sicherheitsregel ... :roll: ... alle anderen bisherigen Störfälle hat man ja teilweise gerade noch hinbiegen können ... :roll: ... und um so älter diese Werke werden um so sicherer werden sie ... gaaanz bestimmt, versprochen :!: :P ... also laßt uns diese Dinger noch nicht dicht machen wir brauchen den billigen Strom ... koste es uns das (bekannte) Leben, völlig egal, habtsache warm ... ach ja, wie weit so ein Supergau auch weg ist von Deutschland über kurz oder lang holt er uns ein ... den "Beweis" haben wir ja bereits hinter uns ...

Was uns an Alternativen zur Atomkraft "stört" ist doch nur der Preis des Stroms und der Wärme ... sowie deren Abfallprodukte, diese sind so nebenbei eher zu begreifen da meist (noch)sichtbar ... :roll:

Nehms mir nicht all zu übel, allerdings nach uns nehme ich an, wollen die Menschen und nicht nur diese, immer noch auf dieser einen Welt leben ...

Um Fragen vorzubeugen:
Nein ich bin kein "Grüner", nein ich bejahe nicht was diese "Hirnamöben" so im einzelnen tun ... :roll:

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Beitrag von Ralf 207 » 11.11.2008, 06:10

sehr gut geschieben super

mfg ralf
Im Tode kann man keine irdischen Güter mit in das Jenseits nehmen; Es macht keinen Sinn, grenzenlos Besitz anzuhäufen.

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Beitrag von Stahlgewitter » 11.11.2008, 11:47

Scheiß auf die Deppen die sich auf die Gleise legen.
Drüberfahren fertig. Die kommen nie wieder.

Also ich persönlich bin jetzt kein Beführworter der Kernenergieerzeugung mittels sogenannten AKW. Der Strom kommt nun mal sachlicherweise aber auch nicht aus der Steckdose. Vorteile sind der kaum vorhandene Ausstoß von Kohlenstoffdioxid, wie z.B. bei herkömmlichen Kohlekraftwerken, wenn man aber mal die reellen Risiken abschätzt, Deutschlands Rohstoffarmut hinzunimmt (außer Kohle ist da fast nichts) und dann die weltpolitische Gesamtlage einbezieht, Abhänigikeit vom Öl, Gas usw, wären mir doch solche biologischen Anlagen am liebsten.

http://www.inaro.de/deutsch/ROHSTOFF/EN ... nergie.htm

Kann man hier mal durchlesen, ein erstes Werk ist in Bayern meines Wissens am Netz. Kein CO², nur soviel wie im Gras natürlicherweise enthalten ist. Alles öko, Umweltschutz geht auch uns alle an!!!

Aber was am Atomstrom noch wissenswert ist, ist die Tatsache, welche vor einer Weile bei Frontal21 angesprochen wurde, wo im Grunde nach der Strom durch Kernenergie NUR möglich ist, weil der Steuerzahler in der BRD, also wir(!!!) alles, von der Produktion bis zur Endlagerung um im Unglücksfall sogar die Schadensbeseitigung selbst zahlen!

Hier der Link zum Anschauen des Beitrags (~7min) hoch interessant!!!
Video Die Atomstrom-Lüge
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/ ... Popup=true

Wind- und Solar sind keine Lösung, anteilig vielleicht, aber es muss anders gehen.

Die USA sind doch die größten Verbrecher, die lassen ihre Tanker einfach langsamer fahren um eine Ölknappheit vorzutäuschen, treiben die Preise nach oben. Derzeit kostet der Barel ~90 Euro, ist also vom Höchststand gesunken, aber wo ist die Preiserleichterung für den Endverbraucher (uns), wo ist er, der kam erst Wochen danach in Form von nicht mal 20 Cent, also ich sehe da nichts. Die Mineralölkonzerne geben steigende Preise sofort nach unten weiter, fallen aber die Rohstoffpreise dann dauert es meist Monate und viele gute Worte aus aller Welt bis man sich durchringt den Preis um ein paar Cent zu senken.

Außerdem möchte ich anmerken, das die Amerikaner selbst in ihrem Land eine der größten Rohölvorkommen der Welt besitzen, welche aber für internationale Zwecke nur spärlich erschlossen sind, man wartet dort bis den Scheichs das Öl ausgeht, bis Russland nichts mehr besitzt um dann in entfernter Zukunft zu einem nie dagewesenen Wucherpreis dieses letzte Öl an die Welt zu verkloppen. Hauptsache die Kassen klingeln.

Und was da diese kleinen Lichter von Ökos und Grünen zu verhindern versuchen ist doch nur eine spottreife Aktion, durch die Medien aufgebauscht. Pah, lächerlich.

MfG

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Beitrag von GeorgiSchukow » 11.11.2008, 12:37

"Drüberfahren,Prügel,Tränengas" - sagt sich alles leicht,wenn man das nicht kennt bzw. wenn es um andere geht.Natürlich ist das Verhalten der Atomkraftgegner nicht ideal,jedoch unter Anbetracht der politischen Situation und/oder den Argumenten,die gehtnix schon gebracht hat,ist das für diese leute sichtlich die einzige Möglichkeit,Aufmerksamkeit zu erregen ...


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Beitrag von Zocker » 11.11.2008, 12:51

"Drüberfahren,Prügel,Tränengas" - sagt sich alles leicht,wenn man das nicht kennt bzw. wenn es um andere geht.Natürlich ist das Verhalten der Atomkraftgegner nicht ideal,jedoch unter Anbetracht der politischen Situation und/oder den Argumenten,die gehtnix schon gebracht hat,ist das für diese leute sichtlich die einzige Möglichkeit,Aufmerksamkeit zu erregen ...
naja wunderbar,

als nächstes lassen wir wieder die linken chaoten jedes jahr die chaostage feiern und zum spass mal ein paar innenstädte zerstören oder verwüsten und die rechten dürfen wieder für rudolf hess marschieren.... denn das sind für diese leute die einzigsten möglichkeiten für öffentliche aufmerksamkeit zu sorgen^^ wenn dann gleiches recht für alle auch wenns nicht die ideale aktionsform ist :lol:

merkt ihr nicht wie irrsinnig diese aussage ist??

Gruß Zocker

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Beitrag von -gehtnix- » 11.11.2008, 14:50

@
merkt ihr nicht wie irrsinnig diese aussage ist??
... man merkt ja überhaupt nicht wie uns alle die Politik verarscht, ganz bewust und ebenso gezielt? .... die "Zwischenlager" für den Atommüll sind absolut sicher ... blabla, blabla, blabla ... nun kam an die breite Öffentlichkeit dies ist absolut nicht an dem, ganz im Gegenteil, wer sich mal die Dinge ansieht die man den Berichterstattern bereits hat sehen lassen wie der reale Zustand dieser absolut sicheren Lager ist, dem müsste es eiskalt den Rücken runter laufen was da auf uns zukommen kann!

Um die Dinge wieder einschlafen zu lassen, gibt es jetzt nichts mehr was ein Journalist zu Gesicht bekommt ... also ist alles wieder in Ordnung :idea: :roll: ... schon sind die Lager sicher, gaaaanz sicher ... :roll: ... unsere Politiker lassen die Dinger ja schließlich auf ihre Sicherheit hin prüfen ... :P :P :P ... wurde wohl noch nie getan :?: :?: :?:

Gegen einen "Linken" wie "Rechten" kann man sich viel leichter wehren, bei radioaktiver Strahlung fällt es mir etwas schwerer ... :roll:
Besonders klasse ist doch, leicht kontinuierliche Verstrahlung nimmt man nicht wirklich war und die Spätfolgen sind dann selbstverständlich nicht auf den Atommüll zurückzuführen ... dieser war ja stehts sicher gelagert :P ... und so lange die Leute nicht in kurzer Zeit reihenweise abkratzen ...

Also, wenn man schon von Irrsinn schreibt dann da angebracht wo er hingehört ... zum ungeklärten entsorgen des Atommülls ... oder gleich bei den Kraftwerken angefangen ... oder man berichtet wieder etwas mehr von dem neuen einbetonieren des "versehentlich" explodierten Atomkraftwerk, hatten wir schon lange nicht mehr, ach ja ist ja so weit weg von hier geht uns ja nichts an ... :roll: ... und "sicher" war auch dort bereits die erste Hülle ... :idea: ... und wie sauber die Brennstäbe in Frankreich und Großbritannien aufgearbeitet werden ... einfach stahlend sauber ... im wahrsten Sinne, strahlend ... :P ... und der Rest dieser Welt, was macht dieser mit seinem Atommüll? egal, ist ja noch weiter weg und berichtet wird auch nichts also ist auch nichts ... :ccc7

Die Halbwertzeit des strahlenden Atommülls mit ein paar Chaoten, linke wie rechte, zu vergleichen, halt ich für ... :shock:

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Beitrag von Kamui » 11.11.2008, 14:56

Man muss jetzt hier Abgrenzungen ziehen, denn mit unsauberen Vermischungen begründen Chaoten ihr Wirken als gerechtfertigt, bzw. verdummen bestimmte Interessengruppen die Allgemeinheit.

1.) Atomkraftgegner die blockieren und randalieren

Grundsätzlich sind diese Typen an Konfrontation und Krawall interessiert, meist in dem Glauben im Recht zu sein. Ihre Denkweise : "Wenn ich einen Castor Transport verhindere, stoppe ich die Nutzung der Atomkraft".

Das ist vollkommen falsch. Denn wie gesagt, es handelt sich um MÜLL und dieser ist bereits VOR JAHREN VERWENDET worden. Es spielt also überhaupt keine Rolle ob man jetzt für oder gegen Atomkraft ist, der radioaktive Abfall ist und bleibt da. Im allgemeinen Interesse sollte dieser sicher gelagert werden bis man einen Weg findet ihn ganz unschädlich zu machen.

Folglich gefährden diese Vollmeisen die öffentliche Sicherheit und verursachen hohe Kosten, welche der Polizeischutz kostet. Darum plädiere ich hier für das allerhärteste Durchgreifen. Wenn sich jeman in meiner Stadt vor einen Tanklastzug oder einen Gastransport stellt und das zündeln anfängt, frage ich den ja auch ob der noch ganz sauber ist.

2.) Atomkraftgegner die friedlich demonstrieren

Gegen diese Menschen ist absolut nichts einzuwenden, sie nehmen ihr demokratisches Grundrecht wahr und senden eine politische Nachricht aus, daß ein anäufen nuklearer Abfallprodukte auf unbestimmte Zeit keine Lösung ist

3.) Politische Atomkraftgegner

Hier muss wieder unterschieden werden. Es gibt Menschen die aus Überzeugung gegen Kernkraft sind, Aufgrund des oben genannten Umstands "radioaktiver Abfall auf unbestimmte Zeit". Dann gibt es die Aufhetzer, die meiner Meinung nach zusammen mit den Chaoten zur Verantwortung gezogen werden sollten. Als Politiker habe ich eine besondere Verantwortung meiner öffentlichen Aussagen und Handlungen gegenüber. Wenn man zum Protest aufruft, muss man diesen auch logisch begründen und dazu das die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird.

Schliesslich gibt es zum Großteil aber noch die Blockierer, die für kein sachliches Argument zugänglich sind und ihre einzige Lebensaufgabe darin sehen im Parlement zu sitzen und alles abzulehnen. Das man aber zwangsläufig eine Möglichkeit wählen muss (Wenn ich keine Marmelade, keine Toasts, kein Müsli und keine Cornflakes mag, müsste ich wohl zum Frühstück Croissants essen. Kurzzeitig kann man sich auch weigern überhaupt etwas zu essen, dauert ein paar Tage und danach braucht man sich keine Gedanken mehr darüber machen).

4.) Die Zivilisation heute

Wenn wir über unsere heutige Welt nachdenken, erkennen wir, daß die Weltbevölkerung insgesamt (nicht unbedingt in Deutschland) weiter anwachsen wird, das wir immer mehr Energie brauchen um diese zu Versorgen und das die vorhandenen Rohstoffe auf dieser Erde begrenzt sind. Derzeit verwenden wir zumeist elektrische Energie - beim derzeitigen Stand der Technik können wir diese aus Rohstoffen aber nur über den Umweg -> Hitze -> Wasserdampf -> Mechanische Energie -> Elektrische Energie gewinnen. Wir wissen weiterhin, das praktisch alle Methoden der Energieerzeugung CO² produzieren. Letztlich wissen wir, daß wenn es so weitergeht, wir früher oder später "absaufen" werden.

Für Deutschland im speziellen ergibt sich die Problematik das an natürlichen Rohstoffen fast nur Kohle vorhanden ist, und man deshalb auf die Versorgung von außen angewiesen ist. Kohle verursacht wiederum CO², Solarenergie ist auf diesem Breitengrad zu wenig vorhanden und auch Windenergie kann den Bedarf nicht decken.

4.) Atomkraft Problem oder Lösung?

Durch Kernspaltung lässt sich Wärmeenergie gewinnen, ohne dabei CO² zu produzieren. Allerdings entsteht dabei Material das Radioaktiv zerfällt und Strahlung freisetzt - verheerend für biologisches Leben. Mit diesem Problem hat man sich seit über 70 Jahren befasst. Natürlich will auch die Atomindustrie Geld machen und sind nicht zum alleinigen Wohl der Menschheit da, aber es gab in Deutschland bis vor kurzem noch Ansätze wie in anderen Ländern, einmal einen geschlossenen nuklearen Kreislauf einzuführen der CO²-freie Energie bei wenig nuklearem Abfall produzieren würde, als auch erste Anlagen um radioaktiven Müll in stabilen Müll umzuwandeln. Stichwort Transmutation

Was ist Transmutation?
http://de.wikipedia.org/wiki/Transmutation

Ist Transmutation ein Ausweg?
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html

Im übrigen ein kleiner Seitenblick auf einen natürlichen Reaktor
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha- ... 603427.xml

5.) Kosten

Letztlich komme ich wieder zu dem Punkt und der heutigen Zeit die ich persönlich "kapitalistisches Mittelalter" nenne. Gleich der katholischen Kirche die sich jahrhundertelang der Aufklärung und den modernen Wissenschaften entgegengestellt hat, sind es heute Lobbyisten und machtbesessene Politiker die ein Interesse daran haben dass alle Dinge so bleiben wie sie sind. Grüne Politiker blockierten die oben angesprochenen Forschungen was schliesslich dazu geführt hat, das Projekt aufzugeben. Frankreich ist heute weltweit führend in der Atomtechnologie, und auch der geplante weltweit erste Kernfusionsreaktor ITER wird auch in Frankreich gebaut.

Eine ähnliche Ideotie zeigt sich beim Thema Transrapid. Dieser Zug fährt genausoschnell bzw. schneller als der ICE-3, bei gleichen Kosten, niedrigerem Platzverbrauch und ist dank Magenetschwebetechnik und dem fehlen mechanischer Bauteile wartungsfrei. Hier gibt es keine Achsen die brechen könnten. Politisches Ergebnis: Wird nicht gebaut, sondern an China verkauft. Oder wie sieht es mit der Wasserstofftechnologie aus? Da beschweren sich Millionen über stetig steigende Spritpreise, der CO² Ausstoss ist gewaltig und man ist von den arabischen Ländern abhängig. Ein Wasserstoffverbrennungsmotor wird mit der Begründung "zu teuer" als Konzept abgelehnt, weil Benzin billiger wäre. Komisch, wenn ich zum Benzin die Kosten der Riesentanker auf den Weltmeeren hinzuaddiere (ohne die kommt hier kein Tropfen Öl an) und das Katastrophenpotential derselbigen scheint mir Wasserstoff doch viel plausibler zu sein.

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Beitrag von Roy » 11.11.2008, 20:29

Es ist wie bei den Globalisierungsgipfeln - im Prinzip kann man viel gerechtfertigte Kritik üben an den Mechanismen der momentanen Globalisierung, aber mit den Leuten, die dort demonstrieren, kann man nicht diskutieren. Es werden Phrasen gedrescht, für Argumente sind diese nicht zugänglich.

Zur Kernenergie:

1) D verbraucht viel Strom. Zu Hause läuft alles, drei Fernseher und zwei Rechner, überall Licht, aber hieran möchte man ja nichts ändern. Trotzdem soll der Strom irgendwie von Zauberhand völlig umweltfreundlich aus der Dose kommen. Das geht nunmal nicht.
Ansatz 1: Es werden hier bessere Anreize zum Strom sparen benötigt.

2) Der Anteil der regenerativen Energie beträgt unter 20% und lässt sich auch nicht in den nächsten 20 Jahren auf 100% bringen. Keine Kernenergie hat also zwei Konsequenzen.
a) Es werden vermehrt Kohlekraftwerke gebaut. Aber AUCH HIER wird rumgeheult und die Leute in Hamburg versuchen, ein neues juristisch zu Fall zu bringen. Aber, mein Gott, wo soll der Strom denn sonst herkommen?????
b) Der Strom, der fehlt, wird aus dem Ausland gekauft. Da wir ja so tolle Beziehungen zu Russland haben, wird am Ende Strom aus nem russischen Atommeiler eingekauft. Finden die Leute hier toll, weil D ja keine Atomkraftwerke mehr hat. Allerdings finden die Leute das in Russland derbe Scheiße, weil die russischen Kraftwerke kaum gesichert sind und die Anwohner sehr unter Strahlungslecks zu leiden haben. Krebs und missgebildete Kinder sind an der Tagesordnung. Ferner ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass ein russisches Kraftwerk uns noch einmal um die Ohren fliegt als ein deutsches.

Fazit: Langfristig ist ein Ausstieg aus der Atomenergie sinnvoll, kurzfristig nicht. Die CO2 Emmissionen der Kohlekraftwerke ist gravierender als etwas mehr Atommüll. Den Strom aus ausländischen Atommeilern zu kaufen, wäre hochgradig zynisch. Also erst regenerative Energien ausbauen, und *dann* aussteigen.

Achja, ein Kraftwerk ist teuer. Was macht man? Es werden Atommeiler abgeschaltet, die gerade mal ein paar Jahre laufen. Sowas nenne ich ein Milliardengrab. Interessiert aber auch keinen.

Erinnert sich einer an den Spinner, der sich 2004 oder 2005 IM WALD in einer KURVE angekettet hat? Dem Idioten haben sie totgefahren. Man konnte ihn vom Helikopter aus nicht sehen, und von Zug auch nicht, er lag ja in der Kurve.
Das ist mal ein Tod, der überhaupt nichts tragisches hat. Das war einfach nur dämlich.

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Beitrag von Kamui » 12.11.2008, 02:56

Kleine Anmerkung noch zum Frontal21 Beitrag. Es ist wirklich armseelig wie da die Sau durchs Dorf getrieben wird. Der Steuerzahler wird geschröpft, bei einem Unglück droht Gefahr für ein Atomkraftwerk, eine Übung beschwört dunkle Vorahnungen.

Mit einem Wort zusammengefasst, übelste Polemik. Man muss sich nicht darüber beschweren, das schnelle Brüter und Atomforschungsanlagen nun stillgelegt und die Investitionen verloren sind, wenn man diese politisch sabotiert. Was die Grünen an Subventionen in Solarkraft stecken liessen und sich mittlerweile als unrentabel und ineffizient erweist ist auch ein prächtiges Sümmchen. Die hätten auch Dogmatiker bei der Kirche werden können "Seid fruchtbar und mehret Euch" (AIDS gibt es nicht, Kondome sind wider des göttlichen Willens).

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Beitrag von -gehtnix- » 12.11.2008, 07:20

@ Wir wohnen "nahe" dem ehemaligen "schnellen Brüter" in Hamm-Uentrop ...
1986 fand in dem THTR-Protoyp in Hamm zwar noch keine Katastrophe, aber doch ein folgenreicher Störfall mit Radioaktivitätsfreisetzung statt, der dieser Atomkraftvariante ein – heute müssen wir sagen nur vorläufiges – Ende bereitete. Noch vor 15 Jahren hätte niemand auch nur einen einzigen Cent für diese Reaktorlinie verwettet. Heute hat der HTR in allen grossen Industrienationen und wichtigen Schwellenländern einen bevorzugten Platz in den strategischen Überlegungen der nächsten Jahrzehnte eingenommen.

Ich werde versuchen, mit einfachen Worten auch für Laien nachvollziehbar darzustellen, wie es dazu kommen konnte und wohin die Reise geht – wenn wir dieser Entwicklung keinen Widerstand entgegensetzen. Und vor Allem, welche Argumente gegen die Neuauflage der HTR-Linie im Rahmen der Generation IV-Reaktoren sprechen.

Eines jedoch ist klar: Wenn die Bürgerinitiativen und ihre Verbündeten nicht in der Lage sind, langfristig strategisch zu denken und zu handeln, werden sie bei der ökonomischen und politischen Macht der Energiekonzerne keine grossen Erfolge erzielen können. Ich stütze mich bei meinen Ausführungen ziemlich oft auf die 2007 vom Österreichischen Ökologieinstitut veröffentlichte Studie „Science or Fiction“ und zitiere sie (1). Gefördert wurde sie vom Österreichischen Lebensministerium, das wirklich so heisst.

Die Atomkraftwerke der 70er bis 90er Jahre werden als Generation II bezeichnet und sind für einen etwa dreißigjährigen Betrieb ausgelegt. Zur Zeit wird diskutiert, ob sie länger betrieben werden dürfen. Von der Generation III sind schon einige Meiler im Bau. Und nun werden seit etwa acht Jahren die Voraussetzungen für die Generation IV geschaffen.

Forschung und Entwicklung von Atomkraftwerken sind kostspielig und auf Jahrzehnte hinaus angelegt. Eine völlig neue Generation von AKWs hat einen Vorlauf von mindestens 20 bis 30 Jahren. Es müssen zuvor nicht nur kleine Forschungsreaktoren gebaut, erprobt und ausgewertet werden, sondern auch ein großer Prototyp soll erfolgreich laufen. Das alles kostet Dutzende von Milliarden Euro. Die Existenz ganzer Industriezweige und Forschergenerationen sind von dieser Entwicklung abhängig. Ist diese weltweit erst einmal in Gang gesetzt worden, wird es schwierig, sie zu stoppen.

Illusionen und Versprechungen als Marketingstrategie für neue Atomkraftwerke

Nach der Katastrophe von Tschernobyl sehen viele Menschen die Atomkraft skeptisch und viele Neubaupläne mussten auf Eis gelegt werden. Mit den erneuerbaren Energien geht es langsam, aber unaufhaltsam vorwärts. Es kam also für die Atomindustrie darauf an, das Vertrauen der Bevölkerung wiederzugewinnen. Das geht aber nur, wenn sie auf die Sorgen der Menschen zumindest in ihren öffentlichen Verlautbarungen eingeht.

Die Atomindustrie versucht inzwischen mit dem Etikett „nachhaltig“ eine Imagekorrektur durchzuführen und sich diesen positiv besetzten Begriff anzueignen. Denn dieser war bisher den erneuerbaren Energiequellen vorbehalten.

Zusätzlich werden in ihrer Rhetorik hochgefährliche nukleare Ausgangsstoffe verharmlost. Beispielsweise wird Uran als „Naturbrennstoff“ (2) bezeichnet. Darüber hinaus soll die Generation IV sicher, wirtschaftlich konkurrenzfähig, proliferationsresistent und CO2-reduzierend sein. Mit dieser Botschaft kann die Atomlobby ebenfalls besser versuchen, zur Disposition stehende Forschungsgelder von der erstarkenden Alternativenergie wieder weg und damit zurück in die eigenen Töpfe zu leiten. Dem mittlerweile etwas unentschlossenen Bürger ruft die Atomlobby zu: „Keine Angst, bei den neuen Reaktoren ist alles anders. Sie sind völlig ungefährlich und ein GAU ist hier aus physikalischen Gründen sowieso völlig unmöglich!“ ...

... Rahmenprogramm für eine internationale Forschungskooperation werden insgesamt 6 Reaktorkonzepte weiterentwickelt und bewertet, um sich letztendlich auf ein oder zwei zu konzentrieren. Sie sollen hier nur kurz genannt werden:

- Gasgekühlte schnelle Reaktorsysteme: Gas-Cooled Fast Reactor (GFR)
- Bleigekühlte schnelle Reaktorsysteme: Lead-Cooled Fast Reactor (LFR)
- Salzschmelze Reaktorsysteme: Molten Salt Reactor (MSR)
- Natriumgekühlte schnelle Reaktorsysteme: Sodium-Cooled Fast Reactor (SFR)
- Wassergekühlte Reaktorsysteme mit überkritischen Dampfzuständen: Supercritical-Water-Cooled Reaktor (SCWR)
- Gasgekühlte Höchsttemperatur-Reaktorsysteme: Very-High-Temperature Reactor (VHTR)

Es sieht zur Zeit so aus, dass der VHTR von allen Varianten am meisten bevorzugt wird. Es ist genau jene Linie, die aus dem THTR hervorgegangen ist und in dem Pebble Bed Modular Reactor (PBMR) in Südafrika seine Weiterentwicklung gefunden hat.
.....
Nachhaltigkeit?

Hier mache ich es kurz, weil Folgendes für alle AKWs gilt: Uranabbau kontaminiert Erde, Luft und Wasser in den Abbaugebieten und zerstört dort die Landschaften. Das kann man sogar vor unserer Haustür im bundesdeutschen Erzgebirge (Wismut) bemerken. Uran hinterlässt eine riesige Menge von strahlendem Abfallerz. Aufgrund der zunehmenden Uranknappheit wird weltweit immer mehr Erz mit geringerer Urankonzentration abgebaut und verarbeitet. Dies führt zu einem zusätzlichen Anstieg von C02-Emissionen bei Atomkraftwerken, sodass alternative Energien und Energieeinsparung bei der CO2-Reduktion in Zukunft noch viel sinnvoller als jetzt schon sein werden.

Kostengünstig und Konkurrenzfähig?

Wie sehr konstentreibende „Kinderkrankheiten“ und in ihrer Folge lang andauernde Stillstandszeiten neue Reaktorsysteme ausbremsen können, haben wir beim THTR in Hamm verfolgen können. Diese Reaktortypen basieren auf neuen, weitgehend unerprobten Techniken. Nach Beginn eines Projekts können sich jede Menge unerwarteter Probleme einstellen. Der Erfolg ist keineswegs gesichert (4).
Der Greenpeace Report von 2005 weist darauf hin, dass allein die Entwicklung der Generation IV-Konzepte (!) etwa 6.000 Millionen Dollar kosten soll. Die bisherigen Erfahrungen mit Grossprojekten zeigen, dass es noch viel teurer werden kann. Und dass die von GIF angegebenen Zeiten für die früheste kommerzielle Nutzung weit überschritten werden. Kritiker halten das Jahr 2030 für unrealistisch und prognostizieren eine kommerzielle Nutzungsmöglichkeit erst für 2045. Bis zu diesem Zeitpunkt wird alternative Energie als kostengünstigere und sinnvollere Alternative zur Verfügung stehen können. ...
... muss man nicht alles Wortwörtlich nehmen, doch die Richtung stimmt, denke ich ... eher auf jedenfall als pro Atomkraft zu sein ...

Also sollte es wirklich Leute geben die glauben die notwendigen Vorprodukte der Atommeiler gibt es im Supermarkt??? liegen zwischen Ziebeln und Obst???

Dies Ding in Hamm sollte nur "leicht" strahlend sein, nun frag ich mich warum weiss man dann nicht wie mit den Resten umgehen und beseitigen??? ... wer am Ende zahlt ist eindeutig klar ... :roll:

Kurz zu dem anfallenden CO² beim Kohlekraftwerk, hier "weiss" jeder dies ist "viel" - und wieviel fällt für den Betrieb eines Atommeilers an ???
Zudem muss das CO² eines Kohlekraftwerkes nicht unweigerlich in die Atmosphäre abgegeben werden - hier wie überall nur eine Kostenfrage!

Uran-Abbau hat andere Folgen wie es beim Kohleabbau z.B. der Fall ist- nur mal so zum denken - wenn dies noch getan wird :idea:

Diese "Folgen" erfahren als erste die jeweiligen Bergleute - dann die umliegenden Gemeinden des jeweiligen Bergbaus, wer hier wohl "schlechter" dran ist? ... mal über diese Notwendigkeiten nachgedacht??? ... so`n paar strahlende Gesteinshalden vor der Haustür hat nicht jeder - ist was ganz besonderes ... :shock:

**************
Der gestrige "Witz" aus den Nachrichten:
Gorleben ist als Endlager noch nicht Tot ...
- Nee, es steht ja erst seit ende der 80ger fest - dieser Salzstock ist nicht geeignet als Endlager -

... schon damals durch einen persönlichen Kontakt zu einem Mitarbeiter der Probebohrungen so erfahren ... (aber Frau Merkel denkt daran, hier ein Weltweites Endlager, wäre nicht schlecht ... :P :P :P )

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Beitrag von plastique » 12.11.2008, 16:16

Kamui hat geschrieben:der geplante weltweit erste Kernfusionsreaktor
SimCity hatte Recht!! :lol:
Kamui hat geschrieben:Grundsätzlich sind diese Typen an Konfrontation und Krawall interessiert, meist in dem Glauben im Recht zu sein. Ihre Denkweise : "Wenn ich einen Castor Transport verhindere, stoppe ich die Nutzung der Atomkraft".
Sry, aber ich denke - auch wenn´s sicher ein wenig zu denken gibt, dass man es als "Normal"-Bürger nicht weiß (Message nicht angekommen...) - die wollen eher darauf hinweisen, dass die Zwischen- und Endlager nicht geeignet und die CASTOR-Behälter nicht sicher sind. Wären sie gegen Atomkraft im Allgemeinen, würden sie sich wohl eher vor AKWs zusammen finden.
Kamui hat geschrieben:Da beschweren sich Millionen über stetig steigende Spritpreise, der CO² Ausstoss ist gewaltig...
Hier muss man festhalten - was ebenfalls die meisten wohl nicht wissen - der CO2-Ausstoß bei der Herstellung von Wasserstoff ist nicht unwesentlich hoch - meines Wissens sogar höher als bei der Verbrennung von Diesel/Benzin (zumindest bei heutigem Stand der Technik).

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Re: Atomkraftgegner entsorgen!

Beitrag von Tovarish » 16.11.2008, 14:10

Kamui hat geschrieben: Schön und Gut wenn sie ihre Schildchen "Atomkraft nein Danke" hochhalten. Nur ist dieser Atommüll - und Müll bezeichnet eben ein Abfallprodukt - Ergebnis von Energiegewinnungsprozessen in Deutschland der letzten Jahrzehnte.
Ich hab in meiner neuen Behausung leider noch kein Internet und deswegen auch nicht die Zeit und den Nerv hier lange Reden zu schwingen...werde ich aber mit hundertprozentiger Sicherheit nachholen, sobald das Netz steht.

Wollte nur anmerken, fern der momentanen Diskussion, dass in diesem Castor-Transport nicht mal deutscher Atommüll war.
пожалуйста

Kamui
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Beitrag von Kamui » 17.11.2008, 13:03

@Gehtnix

Ich habe hier mal Internetlinks zum schnellen Brüter in Hamm und zu den CASTOR Behätlern sowie Gorleben.

THTR-300 auf Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_THTR-300

Störfall vom 04.05.1986
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokumen ... d=13517686

CASTOR Behälter
http://de.wikipedia.org/wiki/Castor_(Kerntechnik)

Gorleben
http://de.wikipedia.org/wiki/Atomm%C3%B ... r_Gorleben

Hierbei waren sowohl politischer Druck von Atomkraftgegner, als auch ein vollkommen menschliches Versagen der Betreiber für die Stillegung verantwortlich.

Ich denke mal "leicht strahlend" steht jetzt nur als vergleich zu anderen Kraftwerken an, aber sollte nicht "ungefährlich" bedeuten. Jedes Material das auf nuklearer Ebene zerfällt und dadurch strahlt ist für die Umgebung eine Gefährdung, egal wie intensiv die Strahlung ist.

Es gibt Modelle das CO2 in ein unterirdisches Depot zu leiten, muss dann aber wenn man es genau nimmt auch die Proteste wie in Gorleben auslösen. Sicher ist es dort auch nicht und zudem flüchtiger als Atommüll.

Letztendlich muss man sich bei den Kosten über eines klar werden. Einmal kann ein Preis von mehreren Parteien künstlich angehoben oder gesenkt werden um ihren Interessen zu entsprechen und zum zweiten wird jede Art von neuer Technologie oder jede Art von Fortschritt zu Anfangs durch hohe Kosten erkauft. Die USA und die Sowjetunion hätten in den 50ern auch sagen können "Ne Weltraumforschung ist uns zu teuer, da bleiben wir lieber bei dem was wir haben".

Abschließend kann man festhalten, es handeln und argumentieren weder die Atomkraftgegner sachlich sinnvoll und korrekt (wenn man z.B. Lösungsansätze von vorneherein blockiert oder die CASTOR Transporter auf offener Strecke angreift) noch tun dies die verantwortlichen Politiker und Energieversorger (ordentliche Suche nach Lösungen anhand der neuesten Erkenntnisse und Technologien, sowie gewissenhafte Ausführung und kein sparen an Sicherheit).

@Plastique

SimCity hat ja auch Recht, sind ja keine Fantasiekonstrukte ;)

Tja, wenn man glaubt das die CASTOR Behälter NICHT SICHER sind, dann kettet man sich auf dem Gleis fest und bildet somit eine potentielle Unfallgefahr - ganz logisch. Zudem beschimpft man die Polizisten die den Transport absichern und wird handgreiflich - hmm... was haben diese Aktionen dann im einzelnen oder allgemeinen mit Gorleben zu tun? Von daher sage ich auch weiterhin, diese Typen waren auf Zoff aus und nichts anderes.

Letztlich gibt es verschiedene Arten der Wasserstofferzeugung, kommt darauf an welche man nutzt. Zudem ist bei einer Wasserstoffenergiewirtschaft die ganze Tankerflottille, die für die Benzinwirtschaft über die Meere zieht nichtmehr nötig was auch CO2 einspart.

@Towa el Amok

Hi Towa, was war denn dann in dem Castor Transport? Laut Infoseite des Zwischenbehälterlagers Gorlebens, ist es nur für deutschen Atommüll gedacht.

-gehtnix-
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Beitrag von -gehtnix- » 18.11.2008, 08:53

@ Kamui

Hamm-Uentrop:

Mir ist völlig egal aus welchem Grund oder Verantwortlichkeit heraus "Lebensraum" verstrahlt wird, es muss und sollte nicht möglich sein, dass dies (von Menschenhand) geschieht! Muss es ein Supergau sein, um zu verstehen, diese Kraftwerke stammen aus Menschenhand und wo dieser wirkt sind Fehler vorprogrammiert, dies wird bedauerlicher Weise wieder und wieder bewiesen! Also soll man nun warten bis z.B. aus dem Ruhrgebiet und/oder Münsterland eine Freifläche zur neuen Nutzung wird? ... verstrahlt zu werden geht nicht in Abhängigkeit von der Explosion eines Kraftwerkes aus ... - ach ja- die Betreiber bemühen sich ja sooo intensiv stehts darauf zu verweisen, die paar Becquerel beim betreiben eines Reaktors sind völlig harmlos ... (der Reaktor will doch nur spielen!!!!)

Was bedauerlicherweise nicht bei dem "Rest" des Hammer Reaktors angeführt wurde, dieser "strahlt" im innern derart, dass ein aufenthalt dort nicht zu verantworten sei ... ob sich dies bis 2027 geändert hat bezweifel ich persönlich und lasse mich "positiv" überraschen, wenn uns allen sugeriert wird dies täte er nicht, ob man an die aussagekräftigen Messdaten darf? ... wohl eher nie!!!

... dies stammt aus deinem Link.
Offenbar kam ein Wink auch bei den Mitarbeitern des alternativen Darmstädter Öko-Institutes an. Dessen Experten stellten Anfang Mai bei Messungen in der Nähe des Reaktors fest, daß drei Viertel der Strahlung - insgesamt 35000 Becquerel pro Quadratmeter - aus dem THTR selbst, nur der Rest aus Tschernobyl-Winden stammten.

Als Minister Jochimsen am Mittag des 7. Mai bei den Betreibern nachfragen ließ, wiegelten die ab. Er bekam zu hören: "Unsinn, da ist nichts dran."

Die Antwort war falsch. Denn die Verantwortlichen hatten bereits am Morgen bei eigenen Messungen herausgefunden, daß tatsächlich ein Teil der Radioaktivität hausgemacht war.

Die Informationspolitik des Unternehmens nahm fast sowjetische Züge an, es wurde gemauert und vertuscht. Dreist teilte die Betreibergesellschaft am 12. Mai allen Düsseldorfer Landtagsabgeordneten per Eilpost mit, daß an den Gerüchten über Probleme beim THTR nichts dran sei - die "entbehrten" jeglicher "Grundlage": Der THTR "arbeitet ordnungsgemäß".
Gorleben:
Das sich hier bis dato, "nur" ein oberirdisches Zwischenlager befindet ist bekannt, diese Feststellung müsste auf bis DATO kein Endlager vervollständigt werden ... aber wenn irgendwie zu verantworten, wird es eins geben ... dies die bedauerliche "Voraussage" meinerseits ... :shock:
Dabei wird am Ende keine Rolle spielen, dass ein Endlager dort, ein Spiel ohne wissen wie es endet gespielt wird!

Wenn du persönlich der Auffassung bist und bleibst Atomkraft ist ok. - tue was dir beliebt - meine Meinung ist hier abzulesen und mehr gibt es nicht zu sagen ...! Nur noch eine persönliche Note, 4 eigene Kinder und 8 Enkelkinder und die Generationen die warscheinlich folgen, wollen alle unverstrahlten "Lebensraum", so weit möglich, vorfinden - selbst in einem Alter in dem sie es selbst noch nicht beurteilen können!
Der Mensch ist und beweist sich einfach als nicht zuverlässig genug um die Atomkraft zu beherrschen ... vielleicht sehe dies ja in einem kommenden Jahrhundert anders aus, doch derzeit nicht :!: :!: :!: :idea:
Wieviele der "kleinen" Störfälle in Kraftwerken sind nur durch "glückliche Umstände" nicht zum Supergau geworden? ... und sei es nur einer, wäre dies ein (weiterer) möglicher zuviel :idea: ... willst du auf das Glück setzen? oder auf dem "Können" des Menschen ... :roll:
MfG


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