Ung- Panzer der "Toldi-Serie"

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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Schlavmutz
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Ung- Panzer der "Toldi-Serie"

Beitrag von Schlavmutz » 25.11.2004, 12:57

>38M Toldi I (Leichter Panzer)<


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Bewaffnung: 20 mm Kanone, 1 x MG 8 mm

Besatzung: 3

Panzerung (max.): 23 mm

Geschwindigkeit (max.): 50 km/St

Abmessung: 4,75 x 2,14 x 1,87 m

Gewicht: 8,5 t




Der ungarische leichte Panzer Toldi basierte auf dem Lizenzbau des leichten Panzers Landswerk 60, der in Schweden hergestellt wurde. Er war sehr beweglich und mit sehr guten optischen Geräten für Beobachtungs- und Feuerleitung ausgerüstet. Die Panzerung war zwar relativ dünn, aber immerhin bereits im schrägen Winkel angebracht. Zunächst wurde der Panzer in Ungarn mit einer 20 mm Bordkanone und einem Maschinengewehr 8 mm ausgerüstet. Deutschland lieferte die Panzermotoren, die eine Leistung von 155 PS erbrachten. Ebenso lieferte Deutschland, nach anfänglichem Zögern, auch die optische Ausrüstung. Der Panzer erhielt die Bezeichnung „38M Toldi“ nach einem ungarischen Nationalhelden des XIV. Jahrhunderts.
Wegen des Mangels an Erfahrung im Panzerbau und auch verursacht durch die späte Lieferung der optischen Geräte aus Deutschland, verzögerte sich der Bau der Fahrzeuge. Die ersten 90 Exemplare kamen erst im Mai 1940 zur Truppe.
Die Truppenerprobung offenbarte schnell die technischen Mängel der „Nullserie“. Teile der Aufhängung gingen bereits während der ersten 100 km im Gelände zu Bruch. Trotz der aufgetretenen Mängel wurden weitere 100 Toldis bestellt, die 1941 ausgeliefert wurden. Diese Panzer wurden mit zusätzlichen Panzerplatten (bis zu weitern 20 mm) ausgestattet. Hierdurch stieg das Gewicht von 8,5 Tonnen auf 9,3 Tonnen und die Geschwindigkeit verringerte sich von 50 km/h auf 47 km/h. Die „Nullserie“ wurde ab Auslieferung dieser „kampfwertgesteigerten“ Panzer als „Toldi I“ bezeichnet, die neuen Panzer dagegen als „Toldi II“.
Vom Kampfwert her war der Panzer mit dem deutschen Panzer II vergleichbar, mit dem er wegen seines ähnlichen Aussehens auch oft genug verwechselt wurde.
In den WK II trat Ungarn am 11. April 1941 ein und beteiligte sich ab diesem Zeitpunkt am Angriff der Wehrmacht gegen Jugoslawien. Damals verfügten die ungarische 1. und 2. motorisierte Brigade sowie die 2. ungarische Kavalleriebrigade über je ein gepanzertes Aufklärungsbataillon (Nr. 3, 9 und 11). Jedes dieser Bataillone verfügte neben den anderen Kompanien noch über eine schwere Kompanie mit 20 Toldis. Zum Krieg gegen die Sowjetunion wurden die drei Brigaden unter der Bezeichnung „Gyorshadtest“ („Schnelles Korps“) organisatorisch zusammengefasst; das so gebildete Korps verfügte zu Beginn des Feldzuge über insgesamt 81 leichte Panzer Toldi.
Der Panzer war zwar von der Konzeption her als reiner Aufklärungspanzer gedacht, mangels anderer Fahrzeuge infolge der bei der Fertigung des damals neuen mittleren Kampfpanzers „Turan“ eingetretenen Verzögerung kam er 1941 als „Kampfpanzer“ an der Südfront in Russland zum Einsatz und erlitt dort während des Vormarsches auf den Donez zwangsläufig schwere Verluste. Er konnte zwar gegen die russischen Panzer T-26 und die Panzer der BT-Serie aufgrund seiner Schnelligkeit ganz gut bestehen, war aber dem T-34 in allen Belangen hoffnunglos unterlegen. Mit der an sich guten 20 mm Bordkanone konnte er nicht einmal auf „Nahkampfentfernung“ die Front- und Seitenpanzerung der T-34 durchschlagen, allenfalls Treffer auf die Sehschlitze oder in den empfindlichen Motorraum des T-34 boten ihm eine geringe Chance. Schwere Panzer wie der KW I waren dagegen gänzlich unempfindlich gegen Treffer. Auch noch 1942 musste der Toldi noch als „Kampfpanzer“ eingesetzt werden, obwohl Ungarn in der Zwischenzeit 102 PzKw 38(t) und 22 PzKw IV Ausf. D zur Ausrüstung der ersten ungarischen Panzerdivision von Deutschland erwerben konnte. Die verbleibenden Toldis wurden daher 1943 auf die 40 mm-Bordkanone umgerüstet, waren aber dadurch immer noch keine Kampfpanzer. Da auch die gegnerischen Panzer immer besser gepanzert wurden, blieb diese Umrüstung ohne wirklichen Erfolg. Die Panzer wurden daher folgerichtig nicht mehr als Kampfpanzer, sondern in ihrer ursprünglichen Rolle zur Aufklärung eingesetzt. In dieser Funktion konnte der Panzer seine Schnelligkeit und Beweglichkeit gut zur Geltung bringen. Die letzten Toldis waren noch im Jahre 1944 im Einsatz.


>M41 Toldi II (Leichter Panzer)<




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Bewaffnung: 40 mm Kanone, 2 x MG 8 mm

Besatzung: 3

Panzerung (max.): 35 mm

Geschwindigkeit (max.): 47 km/St

Abmessung: 4,75 x 2,14 x 1,87 m

Gewicht: 9,4 t


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HunButyok
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Beitrag von HunButyok » 04.12.2007, 08:50

The Toldi I had a 20 mm Panzerbuesche, not cannon.
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