ZiS-3 "Ratsch Bumm" Prototyp von Krupp?

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
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|FrEaK|Safran
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ZiS-3 "Ratsch Bumm" Prototyp von Krupp?

Beitrag von |FrEaK|Safran » 16.04.2007, 23:05

Hey ich bin letztens über einen sehr interessanten Thread auf einer anderen HP gestoßen, wo behauptet wird, dass die russische ZIS3-Pak auf einem deutschen Geschütz von Krupp basieren soll.... :shock:

Also, wenn ich ehrlich bin halte ich diese Seite für nicht sonderlich seriös, aber einige Punkte waren doch interessant:

http://www.nexusboard.net/showthread.ph ... did=234419

Vielleicht ist ja noch jemand da, der etwas seriöses herausfindet... :wink:
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Re: ZiS-3 "Ratsch Bumm" Prototyp von Krupp?

Beitrag von astro » 16.04.2007, 23:21

|FrEaK|Safran hat geschrieben: Also, wenn ich ehrlich bin halte ich diese Seite für nicht sonderlich seriös, aber einige Punkte waren doch interessant:
Nicht sonderlich ist stark untertrieben, wenn mann sich die einzelnen Foren ansieht, bzw, wie diese genannt sind. Eine Seite die nicht mehr besuchen werde.
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Der, der keinen Plan hat , wie man mir sagte !

Soldat-Tobias

Beitrag von Soldat-Tobias » 17.04.2007, 15:32

ich glaub eher die meinen die Deutsche Pak35/36. Die wurde an Russlan
d geliefert und die Russen habwen es zu einem 45er modell umgebaut

Pak35/36

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Russische 45mm Pak

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Die Russen hatten eigentlich fast alles nur Aus ihrem Hause. Ausser der weiterentwickelten pak.

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Beitrag von |FrEaK|Safran » 17.04.2007, 16:23

@ Astro
Ich denke genauso, wie du, ich wollt die Seite jez nur nicht schlechtreden ^^
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Re: ZiS-3 "Ratsch Bumm" Prototyp von Krupp?

Beitrag von weiser_fuchs » 15.11.2007, 11:50

bin letztens über einen sehr interessanten Thread auf einer anderen HP gestoßen, wo behauptet wird, dass die russische ZIS3-Pak auf einem deutschen Geschütz von Krupp basieren soll....
Was für Quatsch hast du da gelesen?! :shock:

Ф-22УСВ ist der ursprüngliche Name dieser Kanone. Sie wurde auf eigener Initiative vom Konstrukteur V. G. Grabin auf dem Betrieb in Privolzhsk entwickelt. Ф-22УСВ wurde auf die Lafette von ZiS-2 gelegt und ZiS-3 genannt. Von ZiS-3 gab es drei Varianten. Der einzige unterschied lag an dem Abschussknüpel und etwas unterschiedlichen vertikalen Winkeln.
Die ersten 150 УСВ :!: - so hießen sie zuerst - wurden bereits im September 1941 produziert. Und ab Januar 1942 produzierte das Betrieb in Privolzhsk illegal :!: 1 000 УСВ-Kanonen im Monat. Erst einige Zeit später, in den ersten Monaten 1942 wurde offiziell erlaubt, die Kanone Ф-22УСВ als ZiS-3 herzustellen. Bis zum 9. Mai 1945 wurden nur auf dem Betrieb in Privolzhsk mehr als 100 000 ZiS-3 Kanonen hergestellt.

Einige taktik-technische Charakteristiken der ZiS-3 Kanone:

Max. Reichweite: 13 290 Meter
Max. Reichweite beim dikeckten Schuss: 820 Meter (bei Höhe des Objekts 2 Meter)
Splittergranate ergab 870 Splitter im Radius von 15 Metern totaler Abdeckung (die deutsche 75mm Splittergranate ergab nur 765 Splitter auf 11,5 Meter :!: )
Kampfgewicht der Kanone 1150 kg
Halbautomatik erlaubte 25 Schüsse pro Minute.
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Beitrag von GeorgiSchukow » 15.11.2007, 12:10

Wie Safran bereits erwähnt hat, er hält das für Schwachsinn und die Seite für unseriös

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Beitrag von weiser_fuchs » 15.11.2007, 12:21

Hast du ja recht. :arrow: Es ist schon mekrwürdig, was man über den Krieg manchmal ausdenkt.
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Beitrag von Marc Anton » 16.11.2007, 01:24

@Safran

Ich finde den Thread informativ und vor allem diskutieren sie auch vernünftig über möglich Ähnlichkeiten und vorhandene Beweise.
Schlecht oder gar unseriös ist es doch dadurch nicht ?!


@Tobias
Die Russen hatten eigentlich fast alles nur Aus ihrem Hause. Ausser der weiterentwickelten pak.
Das ist so nicht richtig.
Die Russen waren in den 1920-30 Jahren 50-100 Jahre hinter den westlichen Ländern zurück (O-Ton Stalin)
Um diesen Rückstand aufzuholen wurde daher sehr viel Technologie aus aller Herren Ländern eingekauft.

Um mal einige Beispiel zu nennen.

Der T26 war ein Panzer der von Vickers Armstrong (Brit.) hergestellt wurde. Die Briten wollten ihn nicht, die Russen kauften ihn.

Das berühmte Laufwerk des T34 und der BT Panzer wurde von John Walter Christie (Amerikaner) entwickelt und von den Russen gekauft und nachgebaut.
Die BT Serie stellte zu Beginn des Krieges zusammen mit den T26 Panzer die Hauptmasse der russischen Panzerkräfte dar. (20-40000 Stück)

Die 45mm Pak ist eine Weiterentwicklung der 37mm Pak (deutsch) und die 76,2mm L11 Kanone geht auf ein 75mm Geschütz aus der Tschechoslowakei zurück.

Die frühen 152mm Artillerie Geschütze sind alle samt französische Entwicklungen.

Die Ratsch-Bumm ist aber mit Sicherheit eine Eigentwicklung.
Das aber erbeutete russ. Geschütze den Krupp Stempel aufwiesen ist nicht neu und lässt sich in vielen Büchern nachlesen. (Carell ist allerdings sicher nicht die glaubwürdigste Quelle - der schreibt ein wenig im "braunton" :wink: )


Fakt ist, Russisches "Redesign" fremder Technologie zieht sich wie ein roter Faden durch deren Geschichte.
Ob Leica-Kameras, Wolga und Lada PKW´s, Raketentriebwerke, Sidewinder-Raketen oder die berühmte Mig-15 - die Russen waren Meister im kopieren und vor allem im verbessern bestehender Technik. (und natürlich Lizensbauten wie die PKW)
Anders ist es gar nicht möglich in weniger als 40 Jahren vom Agrarstaat zur Weltraumnation zu werden.

Bestes aktuelles Beispiel: China :wink: da wird nur noch geklaut.
Zuletzt geändert von Marc Anton am 16.11.2007, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von weiser_fuchs » 16.11.2007, 12:10

Und von dem Projekt T-46 hast du anscheinend gar keine Ahnung, oder? http://legion-afv.narod.ru/T46_Moscow.html Das ist auch schon in Ordnung, wenn man nur Alternativgeschichte kennt.
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Beitrag von Marc Anton » 16.11.2007, 12:46

Mh was genau soll das Projekt T-46 mit meinem Posting zu tun haben ?
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Beitrag von |FrEaK|Safran » 16.11.2007, 21:05

Wenn du etwas über den Panzer bzw seine Entwicklung übersetzen könntest, wäre ich dir sehr dankbar :wink:
Das einzige, was ich im deutshcne un englischsprachigen Raum gefunden habe war http://www.museumseisenbahn.de/fahrzeug/t46.htm
:lol:
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Beitrag von weiser_fuchs » 16.11.2007, 22:23

To |FrEaK|Safran:

:lol: Hammer! Nee, bei diesem Projekt ging es eigentlich um einen Panzer unter der Bezeichnung T-46.

Aslo, darüber wissen eigentlich sehr wenige. :wink:

To Marc Anton:
Das hat was damit
Das berühmte Laufwerk des T34 und der BT Panzer wurde von John Walter Christie (Amerikaner) entwickelt und von den Russen gekauft und nachgebaut.
zu tun. Ach ja, es handelt sich um einen Panzer... nicht um eine Straßenbahn. Und... :wink: weisst du was von dem Projekt?
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Beitrag von GeorgiSchukow » 16.11.2007, 22:33

@weiser_fuchs/die andren:

Kannst du/könntet ihr vl. etwas zu diesem Projekt posten,würde mich interssieren!

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Beitrag von weiser_fuchs » 17.11.2007, 00:39

Ende 20er – Anfang 30er gab es in der Sowjetunion die Meinung, dass die Panzerkette ein sehr - wenn nicht am meisten – verwundbares Detail eines Panzers ist. So hat man sich bei der Panzerentwicklung auf ein Kompromiss zwischen den Ketten und den Rädern gegangen. Im Konstrukteurbüro von S. A. Ginsburg wurde eine neue Maschine entworfen, bei dem die Außenkanten der Räder mit Gummi bedeckt wurden. Dazu kam drauf noch eine Kette. Vom Motor wurden zwei hintere Räder an jeder Seite angetrieben. Auf den Rädern erreichte der Panzer 80km/h und auf den Ketten 58 km/h. Die Bewaffnung und Panzerung waren mit dem BT-2 identisch. Die Konstruktion des Panzers war aber sehr kompliziert und hatte einige Krankheiten. Im Jahr 1935 wurde der Panzer unter der Bezeichnung T-46 auf einem Polygon auf Herz und Nieren geprüft. Die Kommission empfahl den Panzer, von dem einige Anzahl bereits hergestellt wurde, nicht mehr zu produzieren. Das Konstrukteurbüro überarbeitete den Korpus und den Turm des Panzers – die Panzerung wurde erhöht und erhielt einen Neigungswinkel. Viele Komponenten der Konstruktion wurden mit den BT-Panzern unifiziert. Die Konstruktion blieb aber immer noch zu kompliziert und man ließ den Panzer nicht herzustellen.
Die Entwicklung des T-46 verlief selbstständig und endete wegen der teuren Konstruktion in einer Sackgasse. Das Ministerium legte mehr Wert auf die Weiterentwicklung der zwei bereits im Dezember 1930 in den USA gekauften Panzer von Christie. Die BT-Panzer hatten immer noch das dem T-46 ähnliche Kettenrad-Fahrwerk, bekamen aber von den Christi-Panzern die Einzelradfederung. Viele andere Komponenten wurden auch dem Christie nachgemacht. Viele blieben auch von dem T-46.
Das Schicksal der einigen T-46, die hergestellt wurden, ist mir leider unbekannt. Ich habe einen Kumpel angemailt – wenn er was dazu findet, poste ich das hier.
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Beitrag von weiser_fuchs » 17.11.2007, 12:47

Es wurden nur vier T-46 serienmässig hergestellt.
Taktisch-technische Charakteristiken des T-46:
Kampfgewicht: 15 000 kg
Besatzung: 3 Mann
Länge: 5730 mm
Breite: 2740 mm
Höhe: 2490/2450 mm
Bodenfreiheit (ground clearance): 400/380 mm
Kettenbreite: 380 mm
Bewaffnung:
1x45mm 20K (101 Schuss) oder 1x76mm PS-3 (60 Schuss)
1 oder 3x7,62mm DT (2205 Schuss)
Flammenwerfer KS-25 oder KS-45
Panzerung:
Korpus Seite: 10-14mm oder 15mm
Korpus unten und oben: 6-8mm oder 8mm
Turm: 14mm oder 15mm
Motor PS: 300 oder 330
Geschwindigkeit: 48/72 km/h oder 58/80 km/h
Reichweite bis: 200/350 km oder 220/400 km
Bodendruck: 0,78 oder 0,8
Hindernisse:
Aufstieg und Abstieg: 35° oder 40°
Querneigung: 20° oder 22°
Graben: 2 000 mm
Mauer: 800 mm
Furt: 1 000 mm

http://militera.lib.ru/tw/svirin_mn1/
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