Diffamierung der deutschen Seite im 2. Weltkrieg

Hier wird über alles diskutiert das in die Zeit des 2. Weltkriegs fällt.
Benutzeravatar
Roy
Oberst
Oberst
Beiträge: 1001
Registriert: 21.05.2006, 20:51

Beitrag von Roy » 08.07.2008, 16:32

Marc Anton hat geschrieben:Wie jetzt der Sherman hatte echt einen Wendekreis von fast 20 Metern ?
Konnte der nicht auf der Stelle drehen ?
Nein, das versucht uns nur die Regierung mit Propaganda (Sudden Strike) einzureden.


Benutzeravatar
Roy
Oberst
Oberst
Beiträge: 1001
Registriert: 21.05.2006, 20:51

Beitrag von Roy » 08.07.2008, 16:34

Kamui hat geschrieben: @Roy

Ich denke mal es geht ganz elemantar darum, ob Du selbstbestimmt in einem souveränen und unabhängigen Staat leben willst, oder ob Dir von oben herab gesagt wird was Du zu tun oder zu lassen hast. :
Es wird Dir immer was "von oben" gesagt. Außer Du lebst in einer Anarchie.
Aber das ist dann ja auch wieder verkehrt.

Bravo-Rexx
Newbie
Beiträge: 7
Registriert: 29.12.2006, 16:30

Beitrag von Bravo-Rexx » 08.07.2008, 22:49

Kamui, beim lesen der Überschrift hätte ich eher erwartet, dass hier irgendwas über russische, englische, oder amerikanische Propaganda im 2. WK zu lesen gibt. Aber da habe ich wohl falsch gedacht.

Kamui
Hauptmann
Hauptmann
Beiträge: 773
Registriert: 11.05.2003, 16:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Kamui » 09.07.2008, 01:03

@Dendro

Keine Sorge, ich habe da kein Problem mit. Und wie ich schon anklingen habe lassen gibt es unterschiede zwischen dem was auf dem Papier steht und dem wie es in der Wirklichkeit aussieht. Solange die beschriebenen Zustände herrschen, solange die eigene Bevölkerung entmündigt ist und solange man wider besseren Wissens und Gewissens Aggressoren unterstützt ist Deutschland für mich kein souveräner Staat.

@Marc Anton

Yep, hat er. Ist auf folgenden Quellen zu finden:

http://www.wwiivehicles.com/usa/tanks-medium/m4.asp
Turning Radius: 19m

http://www.onwar.com/tanks/usa/data/m4.htm
Turning Radius: 18,9m

http://ww2armor.jexiste.fr/USArmor/File ... M4(75).htm
Minimum Turning Diameter: 19m

http://afvdb.50megs.com/usa/m4sherman.html
Min Turning Diameter: 19m

Ich dachte auch alle Panzer können sich durch gegensätzliche Bewegung der Ketten auf der Stelle drehen. Vielleicht sagt der Wendekreis etwas über das Drehen in voller Fahrt aus?

Der Sherman benutzte die gleiche Aufhängung wie der M3 Lee und die leichten M3 bzw. M5 Stuart. Zu Anfangs wurde auch fast der gleiche Motor Continental R974 C1 mit 298kW verwendet. Dies im Zusammenhang mit erhöhtem Gewicht und größerem Bodendruck dürfte sich nicht unbedingt positiv auf die Mobilität ausgewirkt haben. Der M3 Lee/Grant hatte übrigens auch einen Wendekreis von 18,9m.

Hier in der Wochenschau neben Panther und Tiger
http://www.youtube.com/watch?v=KFQoiR6rj7E

@Roy

Nur mit dem Unterschied das ich in der Anarchie keine Steuern und Abgaben zahle für die ich dann eigentlich auch gerne eine Gegenleistung hätte.

@Bravo Rex

Keine Sorge, das bringe ich auch noch. Möchte dann u.a. etwas über Guernica sowie Rotterdam oder Warschau schreiben.

Marc Anton
Major
Major
Beiträge: 814
Registriert: 10.07.2005, 17:09

Beitrag von Marc Anton » 09.07.2008, 13:13

Cletrac-Lenkgetriebe

Der Name verrät schon die Herkunft: ClevelandTractor Company. Dieses Lenkgetriebe gehört zur Familie der Doppel-Ausgleichlenkgetriebe. Bei diesen Getrieben wird auf die Festsetzung der Innenkette bewusst verzichtet, das heißt, das Fahrzeug kann nicht auf einer (stehenden) Kette wenden. Andererseits ist die indirekt heruntergebremste Kette nicht kraftlos, sondern läuft gegenüber der kurvenäußeren nur mit halber Geschwindigkeit um. Faktisch reduziert sich die Umlaufgeschwindigkeit der einen Kette um ein Drittel, während sie bei der anderen um ein Drittel zunimmt. Beim Cletrac-Getriebe treibt ein Kegelrad das große Tellerrad an, das mit dem Ausgleich-gehäuse verbunden ist. Statt Ausgleichkegel-räder sind im Gehäuse exzentrisch zwei miteinander im Eingriff stehende Stirnradwalzenräder eingebaut, auf deren freien, aus dem Gehäuse herausragenden Enden jeweils ein Stirnrad befestigt ist. Diese treiben Ritzel auf den Hohlwellen an, die auch die Lenkbremsentrommeln tragen.
nnerhalb des Ausgleichgehäuses greifen die Stirnradwalzenräder in die Abtriebsstirnräder ein, die auf den Wellen sitzen, die durch die Hohlwellen der Lenkbremsentrommeln zum jeweiligen Kettenrad bzw. Vorgelege führen. Bei Geradeausfahrt werden die Abtriebswellen durch das umlaufende Ausgleichgehäuse über die stillstehenden Stirn- und Walzenräder angetrieben. Bei einem Lenkeinschlag wird eine Bremstrommel verzögert beziehungsweise festgesetzt. Das außerhalb des Ausgleichgehäuses liegende Ausgleichstirnrad wälzt sich auf dem auf der Bremshohl-welle sitzenden Ritzel ab und setzt das interne Walzenrad in Drehung. Hierdurch wird die abgebremste Seite langsamer, die nicht abgebremste Seite schneller angetrieben. Bei vollem Lenkeinschlag, also bei festgesetzter Lenkbremse, ist die Drehzahl des inneren Kettenrades um ein Drittel kleiner, die des äußeren um ein Drittel größer als bei Geradeausfahrt.


Quelle: RAD & KETTE Ausgabe 2/04
Bild


Benutzeravatar
Roy
Oberst
Oberst
Beiträge: 1001
Registriert: 21.05.2006, 20:51

Beitrag von Roy » 09.07.2008, 15:13

Ätzkopp Anton :mrgreen:

Kamui
Hauptmann
Hauptmann
Beiträge: 773
Registriert: 11.05.2003, 16:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Kamui » 09.07.2008, 16:18

@Marc Anton

Da ziehe ich meinen Hut, sehr gute Hintergrundinfo.

Beim Durchforsten aller Panzer der Hauptkriegsnationen bin ich auf mehrere Aufhängungsdesigns gestossen - teils detailiert beschrieben, teils nur in Stichpunkten oder nur anhand des Aussehens beurteilt. Eventuell hast Du dazu auch noch Infos, hier mal was ich habe.

Leaf Spring (Blattfeder)
Bild
Bild

Wheel Bogie (Rollenwagen)
Bild
Bild

Sprung Bogie (Federwagen)
Bild
Bild

Scissor Bogie (Scherenwagen)
Bild

Hostmann
Bild

[Coil Spring (Spulen Feder)
Bild
Bild

Vertical Volute
Bild

Horizontal Volute
Bild
Bild

Christie
Bild

Torsion Bar (Drehstabfederung)
Bild
Bild

Schachtellaufwerk
Bild
Bild

Trotz aller Aussagen, wie erfolgreich und mobil der Sherman doch war, in wieviele Länder er exportiert wurde, wurde gegen Ende und nach dem 2. WK in den USA alle neuen Panzerentwicklungen mit Torsion Bar ausgerüstet (M18 Hellcat, M24 Chaffee, M26 Pershing, M46/47/48/60 Patton). Einige Quellen sagen, die Drehstabfederung wurde nach der Untersuchung eines erbeuteten PzKw III in den USA eingeführt. Bleibt noch zu sagen, das auch alle heutigen modernen Panzer - Leopard 2, M1 Abrams, T-90, Challanger, Le Clerc, etc. die Drehstabfederung verwenden.

Aber denn nun wieder zurück zum Thema :wink:

Benutzeravatar
plastique
Hauptgefreiter
Hauptgefreiter
Beiträge: 142
Registriert: 08.12.2006, 12:17
Wohnort: Hamburg

Beitrag von plastique » 10.07.2008, 01:53

Im aktuellen Focus (7.Juli 2008), Seite 14: Interview mit Baden-Württembergs Europaminister Wolfgang Reinhart.
Etwas aus dem Zusammenhang, aber es geht um das "Nein" der Iren zum Lissabon-Vertrag.

FOCUS:
Die österreichische SPÖ möchte die Bevölkerung beim EU-Beitritt der Türken abstimmen lassen. Ein Vorbild?

Reinhart:
Das glaube ich nicht. Die schlechten Erfahrungen in der Weimarer Republik haben die Väter des Grundgesetzes dazu bewogen, auf eine repräsentative Demokratie zu setzen.

Benutzeravatar
Roy
Oberst
Oberst
Beiträge: 1001
Registriert: 21.05.2006, 20:51

Beitrag von Roy » 10.07.2008, 07:26

lol

ist ja nun nicht gerade so, dass die Weimarer Republik an Plebisziten zu Grunde gegangen wäre ^^

Kamui
Hauptmann
Hauptmann
Beiträge: 773
Registriert: 11.05.2003, 16:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Kamui » 10.07.2008, 10:52

Ich finde es immer wieder lustig, wenn sich solche Menschen wie Reinhart äußern http://www.wolfgang-reinhart.de/ Ein Blick auf die Partei sagt schon Vorab das meiste.

Darum formuliere ich mal eine Frage: "Wieso sollte ein Politiker - der als solcher sicheres Einkommen, sichere Rente und alle Schäfchen im Trockenen hat - von einer Partei die erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurde und somit von dem vorhandenen System profitiert, ausgerechnet etwas negatives darüber verlauten lassen. Wer beißt in die Hand die einen füttert?

Nach dem Ende des ersten Weltkriegs wurde dem Deutschen Reich die Demokratie von den Westmächten praktisch aufgezwungen, die Entente und die USA wollten den preußischen Einfluß restlos ausschalten. Im Zusammenhang mit dem Wortbruch der Ententemächte bzgl. des 14 Punke Plans von Wilson http://de.wikipedia.org/wiki/14-Punkte-Programm der Lüge von der alleinigen Kriegsschuld Deutschlands, den hohen Reparationszahlungen und den Besetzungen des Ruhrgebiets förderten diese, zusammen mit der weltweiten Wirtschaftskriese eine Radikalisierung der politischen Gesellschaft Deutschlands am linken und rechten Rand.

Es ist also nicht wahr, daß Hitler einfach so vom Himmel gefallen ist und das deutsche Volk ihn einfach so gewählt hat und damit zeigte, daß es aggressionslüstern und unzivilisiert ist. Diese verquere Darstellung wird aber häufig von westlichen Historikern, bzw. deutschen Politikern als Berechtigung für ihren eigenen Machtanspruch und die Entmündigung des Volkes gebraucht. Meiner Meinung nach ist es ein Armutszeugnis, daß in der drittstärksten Wirtschaftsmacht der Welt, das eigene Volk nicht mehr gilt als in einer Bananenrepublik mit Staatsdiktator und "gesteuerten" Wahlen. Ein Armutszeugnis ist es allerdings auch, daß sich das Volk nicht gegen dieses Unrecht erhebt (besonders wenn man bedenkt, daß ein anderes Volk mit 300 Jahren "Demokratieerfahrung" im Jahr 2000 einen Mann zum Präsidenten wählt, der seither weltweit ungestraft Krieg und Terror verbreitet).

Und wie gesagt, für mich ist Deutschland kein Souveräner Staat und die "repräsentative Demokratie" ist nur eine Form der Unterdrückung mit "sanfteren" Mitteln.

Benutzeravatar
Zocker
Oberst (Moderator)
Oberst (Moderator)
Beiträge: 485
Registriert: 23.03.2007, 20:43
Wohnort: Schwabach / Mittelfranken

Beitrag von Zocker » 10.07.2008, 15:09

@ Kamui

dem ist nichts mehr hinzuzufügen. an deinen argumenten gibt es nahezu nichts zu rütteln...

Gruß Zocker

Marc Anton
Major
Major
Beiträge: 814
Registriert: 10.07.2005, 17:09

Beitrag von Marc Anton » 10.07.2008, 17:04

Fein fein dann ist ja alles geklärt, allerdings halte ich sowohl den Forenbereich als auch den Titel des "Freds" für deutlich verfehlt.
Bild

Benutzeravatar
Zimon
Schütze
Schütze
Beiträge: 30
Registriert: 20.03.2007, 15:00
Wohnort: Kanzleramt
Kontaktdaten:

Beitrag von Zimon » 14.07.2008, 21:40

kamui, welches regierungssystem hälts du den für geeignet? direkte demokratie nach vorbild von rousseau? wo man wegen jedem bisschen die vollversammlung einberufen muss und man sich am ende nach mehr repräsentativität sehnt? (siehe beispiel venezuela, die haben viel direkte abstimmung und die bauern baklagen sich dass die ernte verdörrt weil sie sich sinnloses gerede in der versammlung anhören müssen)

vergiss nicht: ohne repräsentative demokratie erzeugt ein enormes maß an professionalisierung in der politik. dies hat nicht nur nachteile. was bringt es denn wenn die menschen über sachen abstimmen müssen und sie keine zeit und lust haben sich drüber zu informieren? deswegen gibt es berufspolitker. und mal ehrlich: die die meckern das die politik zu weit weg ist, würden doch niemals politisch aktiv werden. die leute haben genug damit zu tun sich den lebensunterhalt ranzuschaffen. wie soll das beides unter einen hut passen?

ich sage nicht dass direkte demokratie keine vorteile hätte, aber die realität ist komplexer als dein scheuklappenweltbild...
"Die ewige Wiederkehr des Gleichen: Geschichte ist nicht finalistisch, es gibt keinen Fortschritt und kein Ziel."

(Friedrich Nietzsche - Nihilismus)

Benutzeravatar
plastique
Hauptgefreiter
Hauptgefreiter
Beiträge: 142
Registriert: 08.12.2006, 12:17
Wohnort: Hamburg

Beitrag von plastique » 14.07.2008, 23:15

Da ist schon etwas wahres dran. Größtenteils halte ich es auch mit Ortega Y Gasset ("Der Aufstand der Massen"):
Nichts an der gegenwärtigen Situation ist so neu und unvergleichbar mit irgendeinem Geschehen der Vergangenheit wie die Herrschaft, welche die geistige Plebs heute im öffentlichen Leben ausübt. In der europäischen Geschichte wenigstens hat sich bis zum heutigen Tag das Volk noch niemals eingebildet, "Ideen" über irgend etwas zu haben. Es hatte Glaubenslehren, Überlieferungen, Erfahrungen, Sprichwörter, Denkgewohnheiten; aber es dünkte sich nicht im Besitz theoretischer Einsichten in das Sein oder Sollsein der Dinge - in Politik etwa oder Literatur. Was der Politiker plante oder tat, erschien ihm gut oder schlecht; es stimmte für oder gegen; aber es beschränkte sich darauf, im einen oder anderen Sinn Resonanzboden für die schöpferische Tat anderer abzugeben. Den "Ideen" des Politikers seine eigenen gegenüberzustellen, ja sie auch nur vor das Tribunal "anderer" zu ziehen, die es zu besitzen glaubte, wäre ihm niemals eingefallen. Und ebenso in der Kunst und den übrigen Ordnungen des öffentlichen Lebens. Ein angeborenes Gefühl für seine Begrenztheit, seine Uneignung zu theoretischem Denken hinderte es daran. Die selbstverständliche Folge war, dass das Volk auch nicht entfernt daran dachte, auf irgendeinem Gebiet der öffentlichen Tätigkeiten, die größtenteils theoretischer Art sind, Entscheidungen zu treffen.
Heute dagegen hat der Durchschnittsmensch die deutlichsten Vorstellungen von allem, was in der Welt geschieht und zu geschehen hat. Dadurch ist ihm der Gebrauch des Gehörs abhanden gekommen. Wozu hören, wenn er schon alles, was not tut, selber weiß? Es ist nicht mehr Zeit zu lauschen, sondern zu urteilen, zu entscheiden. Im öffentlichen Leben gibt es keine Frage, in die er sich, taub und blind wie er ist, nicht einmischte, seine Ansichten durchsetzt.

Heute erleben wir den Triumph einer Überdemokratie, in der die Masse direkt handelt, ohne Gesetz, und dem Gemeinwesen durch das Mittel des materiellen Drucks ihre Wünsche und Geschmacksrichtungen aufzwingt. Die Masse glaubt, es sei ihr gutes Recht, ihre Stammtischweisheiten durchzudrücken und mit Gesetzeskraft auszustatten. Ich bezweifle, dass es noch eine geschichtliche Epoche gegeben hat, in der die Masse so umweglos reagierte wie in unserer Zeit. Darum spreche ich von einer Hyperdemokratie.
Gasset meint, der Liberalismus und dann die Demokratie haben dem Durchschnittsindividuum erfolgreich eingeredet(!), es habe die Fähigkeit, allein über sein Leben und auch über politische Entscheidungen (qualifiziert) zu urteilen. Was seiner Meinung nach eben falsch ist. Früher hat sich die Masse an den Eliten orientiert, welche aber im Individualismus quasi Fahnenflucht begingen (W.J.Revers).
Heute praktisch daran zu erkennen, dass niemand wirklich sagen kann, in welche Richtung es geht / gehen wird (weil´s keiner vorgibt bzw. auf niemanden gehört würde).
Charakteristisch für den gegenwärtigen Augenblick ist, daß die gewöhnliche Seele sich über ihre Gewöhnlichkeit klar ist, aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen.
Ich denke allerdings .. 8) .. für den einen oder anderen dürfen diese Annahmen streitbar sein...

Kamui
Hauptmann
Hauptmann
Beiträge: 773
Registriert: 11.05.2003, 16:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Kamui » 17.07.2008, 18:51

@Zimon

Ich halte in Deutschland eine grundlegende Änderung des Systems für Notwendig. Jetzt auch mal ganz abgesehen davon, das was sich da Merkel, Gabriel und Co. leisten - da kann man auch einen x-beliebigen Menschen von der Straße schnappen und ihn/sie zum Minister/Kanzlerin einteilen. Die Bürger spüren doch deutlich, das es nichtmehr um politische Verantwortung und überlegtes handeln geht, sondern nur noch um Postenschacherei und persönliche Bereicherung. Wer kann bitteschön einen einzigen Politiker nennen, der sein Amt durch Sachverstand, Effektivität und persönlichen Einsatz ausfüllt? Die manchmal erscheinenden Reportagen in Politmagazinen oder Boulevardblättern wie beliebt doch Hosenanzug Merkel beim Volk ist wird nichtmehr von einem Joseph Göbbels produziert, sondern von Meinungslenkern die sehr gut im vorherrschenden System leben.

Um jetzt auf deine konkrete Frage zurückzukommen, ich halte ein Regierungssystem für geeignet das sich auf eine Kammer beschränkt und ohne zusätlichen Wasserkopf (Bundesrat) auskommt. Als Grundlage dessen gilt eine Verfassung die sich dem Allgemeinwohl des Bürgers und einem freiheitlichen und gleichberechtigten Zusammenleben verschreibt. Innerhalb dieser Grenzen bewegen sich dann die Damen und Herren Politiker und müßen auch Erfolge bzw. in erkennbarem Maß Kompetenzen vorweisen. Einhergehend ist ein festes Gehalt und Verbindungen zu Dritten Geldgebern sind grundsätzlich verboten (Gilt ja z.B. auch für den ganz normalen Schiedsrichter). Ein Ministerium dessen einzige Aufgabe es ist Informationen objektiv und umfassend zu sammeln, stellen diese dann den Bürgern zu verfügung. Die Linie bei Grundsätzlichen Entscheidungen wie z.B. Auslandseinsätze der Streitkräfte werden durch Volksentscheide bestimmt. (Dadurch wird verhindert das ein Hosenanzug Merkel beim Kriegsverbrecher und Massenmörder im Jeep sitzt was dann deutsche Soldaten und zunehmend auch die deutsche Bevölkerung auszubaden hat). Tagtägliche Entscheidungen werden dagegen von der Regierungskammer allein und in Übereinstimmung mit der Verfassung getroffen. Schließlich und endlich gilt ein Staatsbeamter dann als einer unter gleichen mit den anderen Staatsbürgern und nicht als von Gottes Gnaden eingesetzter Kurfürst der den Pöbel zu lenken hat.

Es wird in den Medien immer viel über "Demokratie", "Freiheit" und "Recht" gesprochen. Diese Wort bedeuten nicht das was wir gerade haben weil es ein Mensch von der CDU/CSU oder ein Texas Gröfaz von sich gibt, sondern es bedeutet Recht und Zugleich Verantwortung, Verständnis erwarten aber auch Respekt zeigen, die Gruppen die man mag aber auch die die man nicht mag mit gleichen Werten beurteilen. Das ist zwar keineswegs bequem, gilt aber für alle anderen genauso und ist letzendlich die beste Lösung.


Antworten

Zurück zu „2. Weltkrieg (Schlachten, Gefechtsberichte, Biographien und Waffe)“